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Thermomelder (Hitzemelder, Wärmemelder)

Definition

Ein thermischer Melder ist ein Brandmelder, welcher auf thermische Veränderungen reagiert. Er wird daher häufig auch als Hitze- oder Wärmemelder bezeichnet. Man unterscheidet dabei zwischen Festwert- und Differenz-Meldern, die beide eine unterschiedliche Funktionsweise haben. Ein Festwert-Melder löst einen Alarm aus, sobald er eine bestimmte Temperatur registriert. In der Regel ist er dabei auf eine Temperatur von 60 Grad Celsius eingestellt. Differenz-Melder hingegen reagieren auf einen Temperaturanstieg pro festgelegter Zeiteinheit.

Wie alle Gefahrenmelder sollte man auch thermische Melder vor Inbetriebnahme sowie in regelmäßigen Abständen testen.

Diese Symbole kennzeichnen einen Wärmemelder:

Thermischer Melder Thermischer Melder

Differenz-Melder

Festwert-Melder

Wie funktioniert ein thermischer Melder?

Die wichtigsten Bestandteile eines thermischen Melders sind die zwei Thermistoren. Dabei handelt es sich um elektrische Widerstände, die auf Temperaturveränderungen reagieren. Einer dieser Thermistoren befindet sich im Inneren des Melders und ist vollständig abgedichtet. Der andere hat dagegen Kontakt zur Außenluft. Im Normalfall registrieren beide die gleichen Werte. Erst im Brandfall erwärmt sich der äußere Thermistor stärker als der innere, sodass ein Alarm ausgelöst wird. Der Alarm erfolgt akustisch und je nach Gerät auch optisch.

Ein thermischer Melder verfügt zudem über eine Alarm-Stopp-Taste, damit er bei einem Fehlalarm deaktiviert werden kann.

Warum sind Thermomelder wichtig?

  1. Schnelle Erkennung von Bränden: Thermomelder erkennen Brände oft schneller als Rauchmelder, da sie auf die tatsächliche Hitzeentwicklung reagieren. Dies ermöglicht eine frühzeitige Alarmierung und bietet mehr Zeit für Evakuierungsmaßnahmen.
  2. Fehlalarme minimieren: Thermomelder sind weniger anfällig für Fehlalarme, die bei Rauchmeldern auftreten können, wenn sie auf Staub oder Dampf reagieren. Dies trägt dazu bei, Verwirrung und unnötige Evakuierungen zu vermeiden.
  3. Geeignet für spezielle Umgebungen: Thermomelder sind ideal für Umgebungen, in denen Rauchmelder aufgrund von Staub, Rauch oder Dämpfen nicht effektiv sind, wie beispielsweise in Werkstätten, Lagerhäusern oder Küchen.
  4. Zusätzlicher Schutz: Die Verwendung von Thermomeldern in Ergänzung zu Rauchmeldern kann den Brandschutz erheblich verbessern, da sie unterschiedliche Arten von Brandgefahren abdecken.
  5. Kritische Temperaturüberwachung: Thermomelder werden oft in Umgebungen eingesetzt, in denen eine bestimmte Temperatur nicht überschritten werden darf, wie in Kühlräumen oder Serverräumen. Sie überwachen kontinuierlich, um sicherzustellen, dass die Temperatur innerhalb des sicheren Bereichs bleibt.

Thermomelder Einsatzgebiete

Da Rauchmelder gesetzlich vorgeschrieben sind, kann ein thermischer Melder diesen nicht ersetzen. Hitzemelder sind somit lediglich als Ergänzung einsetzbar. Häufig nutzt man sie in Küchen oder im Badezimmer, da Rauchmelder in diesen Räumen häufig einen Fehlalarm auslösen. Dort können sie den Brandschutz sinnvoll ergänzen. Ihr Vorteil ist, dass sie nicht auf Wasserdampf reagieren und deshalb keinen Fehlalarm auslösen. In Räumen mit einer hohen Staubentwicklung hat ein thermischer Melder ebenfalls Vorteile.

Gefährliche Brandgase, welche schon früher entstehen, können sie aber nicht registrieren. Der Nachteil von ihnen ist daher, dass sie Brände erst sehr spät bemerken.

Thermomelder / Hitzemelder Produktbeispiele

Bestseller Nr. 2
Bestseller Nr. 3
Fire Angel Hitzemelder mit austauschbaren 5-Jahres-Batterien, FA6215-INT (HT-630 Ersatz, neue Generation)
  • Der Hitzemelder wurde für Bereiche mit einem hohen Aufkommen an Staub, Rauch oder Wasserdampf entwickelt, wie zum Beispiel Küchen, Garagen und Dachböden, da Rauchmelder hier zu unerwünschten Täuschungsalarmen neigen. Die Thermistortechnologie sorgt dafür, dass Sie bei Bränden ohne Fehlreaktionen alarmiert werden
Bestseller Nr. 4
SEBSON Funk Hitzemelder mit austauschbaren Batterien, vernetzbar mit Anderen Funk Warnmeldern (GS559A), Wärmemelder für Küche/Bad, Hitzewarnmelder GS412
  • Dieser Funk Hitzemelder GS412 kann mit anderen Funk Warnmeldern dieser Produktserie vernetzt werden, wie dem Rauchmelder SD_GS559A.

 

Weitere wichtige Aspekte bei Thermomeldern

In dem Bereich der Thermomelder bzw. Hitzemelder gibt es einige zusätzliche wichtige Aspekte und Überlegungen, die berücksichtigt werden sollten:

  1. Platzierung und Installation: Die richtige Platzierung von Thermomeldern ist entscheidend. Sie sollten in der Nähe von potenziellen Brandherden installiert werden, wie z.B. in Küchen, Werkstätten, Heizungsräumen oder Serverräumen. Die Montagehöhe und -position sollte den Herstellerempfehlungen entsprechen.
  2. Temperaturschwellenwerte: Thermomelder sind so konfigurierbar, dass sie auf unterschiedliche Temperaturschwellenwerte reagieren. Es ist wichtig, die richtigen Schwellenwerte entsprechend den spezifischen Anforderungen und Gefahren des jeweiligen Raums festzulegen.
  3. Integration in Alarmierungssysteme: Thermomelder können in bestehende Alarmierungssysteme integriert werden, um eine schnellere Reaktion und Benachrichtigung zu ermöglichen. Dies kann die Verbindung zu Feuerwehr oder Sicherheitsdiensten einschließen.
  4. Wartung und Tests: Regelmäßige Wartung und Tests sind entscheidend, um sicherzustellen, dass Thermomelder ordnungsgemäß funktionieren. Dies beinhaltet das Überprüfen der Batterien, die Reinigung der Geräte und das Testen der Alarmfunktion.
  5. Kompatibilität mit anderen Sicherheitsgeräten: Wenn in einem Gebäude bereits Rauchmelder, Kohlenmonoxidmelder oder andere Sicherheitsgeräte vorhanden sind, ist es wichtig sicherzustellen, dass Thermomelder kompatibel sind und in das Gesamtsicherheitssystem integriert werden können.
  6. Vorschriften und Normen: In vielen Ländern und Regionen gibt es spezifische Vorschriften und Normen für Brandschutzsysteme, einschließlich Thermomelder. Es ist wichtig, diese Vorschriften zu kennen und zu befolgen, um sicherzustellen, dass die Sicherheitsanforderungen erfüllt sind.
  7. Notfallplanung: Die Installation von Thermomeldern sollte Teil eines umfassenden Notfallplans sein, der Evakuierungsrouten, Treffpunkte und Kommunikationsverfahren im Falle eines Brandes oder einer Hitzegrenzüberschreitung umfasst.
  8. Schulung und Aufklärung: Die Bewohner oder Mitarbeiter in einem Gebäude sollten darüber informiert sein, wie Thermomelder funktionieren und was im Falle eines Alarms zu tun ist. Schulungen und regelmäßige Sicherheitsübungen sind hilfreich.
  9. Professionelle Beratung: Bei komplexeren Brandschutzanforderungen oder in großen Gebäuden ist es empfehlenswert, sich von einem Brandschutzexperten oder einer professionellen Sicherheitsfirma beraten zu lassen, um sicherzustellen, dass die richtigen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden.

Die sorgfältige Planung, Installation und Wartung von Thermomeldern ist entscheidend, um eine effektive Brandsicherheit zu gewährleisten und Menschenleben sowie Sachwerte zu schützen.

Fazit

Thermomelder sind unverzichtbare Komponenten für ein umfassendes Brandschutzsystem. Durch die frühzeitige Erkennung von Temperaturanstiegen tragen sie dazu bei, Leben zu retten und Sachschäden zu minimieren. Die Verwendung von Thermomeldern in Verbindung mit Rauchmeldern kann eine optimale Brandsicherheit in Wohnungen, Geschäften, Industrieanlagen und anderen Gebäuden gewährleisten. Es ist wichtig, diese Geräte regelmäßig zu warten und auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie im Notfall zuverlässig reagieren.

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