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Glasbruchmelder

Glas – Schön, aber schutzlos?

Glas ist ein Baustoff, der immer beliebter wird. Große Glasflächen sorgen nicht nur für viel Licht und Wärme, sie schaffen außerdem eine freundliche, offene Wohnatmosphäre. Glasflächen, insbesondere wenn diese aus normalem Fensterglas bestehen, sind aber auch Schwachstellen, die Einbrecher gerne zum Eindringen in Wohnungen und Häuser nutzen. Glasbruchmelder sollen dazu beitragen, einen Einbruch, bei dem eine Glasfläche beschädigt wird, zu erkennen und sofort die Polizei oder den Sicherheitsdienst zu verständigen, damit die Täter noch vor Beendigung der Tat gestellt werden können.

Der Glasbruchmelder

Dabei kommen verschiedene Glasburchmelder zum Einsatz. Mit akustischen Geräten können größere Glasfronten überwacht werden. Die Geräte reagieren auf die typischen Geräusche, die zerbrechende Glasscheiben verursachen. Während der Verletzung des Glases kommt es akustisch zu einem steilen Amplitudenanstieg. Das Aufschlagen des herunterfallenden Materials auf den Boden generiert dagegen eine schwächere Amplitude. Die Geräte reagieren nur auf diese akustische Abfolge. So wird verhindert, dass alltägliche Geräusche oder bloßes Klopfen gegen einen Scheibe bereits einen Alarm auslösen. Wird so ein Glasbruch entdeckt, wird dieser unverzüglich der Alarmzentrale gemeldet. Ein akustischer Glasbruchmelder überwacht dabei den gesamten Raum. Damit er bestmöglich funktioniert, muss er so installiert werden, dass er auf die zu überwachende Glasfläche gerichtet ist.

Ein Erschütterungsmelder reagiert dagegen auf Vibrationen und Körperschallsignale. Schallwellen und Vibrationen, die für Einbruchsversuche spezifisch sind, werden so erkannt und unverzüglich der Alarmzentrale gemeldet. Das Gerät erfasst dabei die Erschütterung der Oberfläche, auf der er installiert wurde. Die Geräte können deshalb auch an Gegenständen angebracht werden, die nicht bewegt werden sollen, wie etwa wertvollen Bildern oder Antiquitäten. Neben Glasflächen kann mittels dieser Geräte auch das Durchbrechen von Holztüren oder Gipswänden festgestellt werden. Der Erfassungsdruchmesser dieser Geräte beträgt, in Abhängigkeit vom Material, bis zu vier Meter. Hochwertige Geräte erkennen dabei anhand der Schallfrequenz den Unterschied zwischen einem Durchbruch und einem bloßen Aufprall, so dass kein Falschalarm durch geworfene Gegenstände oder Vögel ausgelöst werden kann. Die Sensibilität der Erschütterungsmelder lässt sich ebenfalls regulieren, so dass sie flexibel an das jeweilige Überwachungsumfeld angepasst werden können.

Bei sogenanntem „Alarmglas“ wird in einer Ecke der Glasfront eine Alarmspinne installiert. Dabei handelt es sich um ein Netz aus elektrischen Leitern, die beim Bruch des Glases unterbrochen werden, was dann zur Auslösung des Alarms führt.

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