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Außenleuchten mit Kamera

Titelbild - Hauseingang mit Leuchte
Außenleuchte mit Kamera zur Absicherung des Hauseingangs

 

 

Außenleuchten mit Bewegungsmelder sind seit Jahrzehnten etabliert, Überwachungskameras für den Außenbereich werden dank IP Netzwerktechnik im Privatbereich immer beliebter. Sicherheitslösungen wie die Bosch Eyes Außenkamera und der NETATMO Presence kombinieren Licht und Kamera in einem Gerät, manche Produkte enthalten außerdem zusätzliche Funktionen.

 

Worauf muss bei der Anschaffung von Außenleuchten mit Kameras geachtet werden?

Montage Überwachungskamera
Montage einer herkömmlichen Überwachungskamera

Der grundlegende Gedanke von Leuchten mit Außenkameras besteht darin, möglichst viel Technik in einem einzigen Gehäuse unterzubringen, um nicht mehr für jede Funktion eine eigene Einheit am Gebäude anbringen zu müssen.

Der Vorteil bei diesem Konzept: Der Installationsaufwand ist geringer als zuvor, denn statt für jedes Gerät eine Stromversorgung zu installieren, reicht nun eine einzige, was Zeit und Geld spart.
Weil in der Regel bereits mindestens eine herkömmliche Außenleuchte vorhanden ist, lassen sich die meisten Kombinationen aus Kamera und Leuchte problemlos von Laien anbringen. Alte Leuchte abschrauben – neue Leuchte anschrauben und mit der Stromversorgung per Lüsterklemme verbinden – fertig. Gegebenenfalls sind einige neue Löcher in die Fassade zu bohren, mit mehr Arbeitsaufwand ist jedoch nicht zu rechnen.

Technische Voraussetzungen und Inbetriebnahme

Kommunikation mit der Kamera

Grundsätzlich kommunizieren alle Lösungen per WLAN mit dem heimischen Funknetzwerk und / oder dem Internet, nur bei einigen Systemen erfolgt die Datenübertragung und Steuerung optional per Bluetooth, . Eine kabelgebundene Übertragung mittels Ethernetanschluss ist bei den meisten Kameras nicht vorgesehen, da das Legen einer Verkabelung dem Konzept von möglichst einfacher Installation widersprechen würde.

Wenn Sie sich für eine Kamera entscheiden, die ihre Daten ausschließlich über WLAN sendet und empfängt, muss beim Aufstellungsort der Kameras auf einen sehr guten Empfang des WLAN-Signals geachtet werden, worauf auch von den Herstellern hingewiesen wird. Testweise kann vor dem Kauf der Empfang am geplanten Installationsort mit dem eigenen Smartphone getestet werden, indem das Telefon an die entsprechende Stelle gehalten und die Signalstärke abgelesen wird. Dicke Betonmauern und andere Netze können das Signal abschirmen oder stören – in diesem Fall gibt es einige Optionen zur Verbesserung:
Wie kann den Empfang der WLAN Außenkamera verbessern?
Eine Möglichkeit besteht darin, den Router näher an den Installationsort zu bringen, was aber im Inneren des Gebäudes das Verlegen eines Netzwerkkabels erfordert.
Als alternative Maßnahme ist es auch möglich, im Routermenü sämtliche Stromsparmaßnahmen abzuschalten und die maximale Sendeleistung permanent zu erzwingen. Eventuell hilft auch ein Wechsel des Funkkanals.
Eine sehr gute Empfehlung ist es auch, einen sogenannten W-Lan Repeater für die Erhöhung der Reichweite des WLAN-Signals einzusetzen. Die Anschaffungskosten eines W-LAN Repaters sind nicht hoch und die Installation sehr einfach.

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Den Vorteil, im Bedarf auf Ethernet auszuweichen, bieten Außenleuchten mit Überwachungskamera nicht, daher ist sorgfältiges Testen so wichtig. Unbedingt sollte man auf die unterstützten WLAN-Standards der Kameras achten. Gut ausgestattete Modelle beherrschen mindestens 802.11 b/g/n und funken sowohl im 2,4-GHz- als auch im 5-GHz-Netz. Durch die Ausweichmöglichkeit auf Kanäle, die in der Nachbarschaft wenig benutzt werden, erhöhen sich die Chancen auf einen störungsfreien Betrieb.

Zusätzlich zur Überwachungskamera ist in Modellen wie der Vesta Secury-Light von Lutec eine Gegensprechanlage (Mikrofon und Lautsprecher) integriert, und wo ein Lautsprecher vorhanden ist, findet sich häufig auch ein akustisches Alarmsystem.

 

Inbetriebnahme

Für die Steuerung der Leuchten mit Überwachungskameras bieten die Hersteller Apps zum Download auf ihren Homepages sowie in den App Stores von Google und Apple an. Windows ist in diesem Bereich unterrepräsentiert.
Damit die Kameras mit dem WLAN-Netzwerk verbunden werden können, sind die Apps notwendige Voraussetzung. Das bedeutet, dass ein Smartphone und / oder Tablet mit Android- oder iOS-Betriebssystem nötig ist, um die Kamera wie vorgesehen mit all ihren Funktionen nutzen zu können.

Die einzelnen Schritte variieren von Hersteller zu Hersteller, die Inbetriebnahme verläuft aber immer ungefähr gleich:
Nach der Installation der Hardware wird die App auf einem Smartphone oder Tablet geöffnet, das mit dem WLAN verbunden ist, in das auch die Kamera integriert werden soll. Die App erkennt das Signal der Kamera und stellt der Kamera mit wenigen Klicks die Zugangsdaten des WLAN bereit. Nutzer müssen sich nur an die Anweisungen auf dem Bildschirm halten. Manche Systeme arbeiten auch mit einem QR-Code, der mit dem Smartphone einzuscannen ist. Das Prinzip ist dabei dasselbe: Die App übernimmt die Arbeit, vertiefte Netzwerkkenntnisse sind nicht nötig (und bringen keinen Vorteil, da die Leuchten meist keine Benutzeroberfläche haben, die von den Apps unabhängig ist).

 

Apps: Grundfunktionen und erweiterte Sicherheitstechnik

Smartphone App Überwachungskamera
Mithilfe von Apps ganz einfach das Bild der Kamera auf dem Smartphone überwachen und Aufzeichnungen verwalten.

Sobald die Kamera mit dem Netzwerk verbunden ist, lässt sich der volle Funktionsumfang der Apps nutzen: Empfangen eines Live-Streams im heimischen Netzwerk oder via Internet (z. B. im Urlaub oder auf der Arbeit), Empfang von Benachrichtigungen und das Abrufen oder Löschen gespeicherter Aufnahmen sind die Grundfunktionen. Bei vielen Anbietern ist die reine Uploadfunktion in das Internet kostenlos. Dabei lädt die App das Livevideo oder aufgezeichnete Ereignisse auf einen ftp-Server oder zu Cloudservices wie Dropbox. Der Speicherplatz auf Servern ist in der Regel aber nicht Bestandteil des Angebots und muss gegebenenfalls extra bezahlt werden. Bei den unterstützten Services sollte vorher die Kompatibilität überprüft werden, denn nicht jeder Cloudanbieter wird von jeder App unterstützt.

Ernstzunehmende Anwendungen bieten darüber hinaus Möglichkeiten, wie man sie von guten Überwachungskameras kennt.
Dazu gehört beispielsweise die Konfiguration verschiedener Überwachungszonen: In einer Live-Ansicht definiert der Nutzer Bereiche, die automatisch analysiert werden sollen, und solche Bereiche, die von der Automatikfunktion ignoriert werden sollen. Bewegungen lösen dann nur in festgelegten Bereichen die gewünschten Aktionen aus. Solche Folgeaktionen können eine ereignisgesteuerte Aufzeichnung sein, das Einschalten des Lichts, eine Benachrichtigung auf dem Smartphone des Besitzers oder ein Alarm. Noch besser ist es für den Nutzer, wenn die Analysefunktion verschiedene Ereignisse unterscheiden kann und eine jeweils beliebig wählbare Folgeaktion auslöst. So ist die NETATMO Presence in der Lage, Bewegungen durch Tiere, Menschen und Fahrzeuge zu unterscheiden. Nachts über das Grundstück streunende Katzen oder Vögel lösen keine Benachrichtigung aus, wenn dies nicht gewünscht ist. Personen, die sich am Auto in der Auffahrt zu schaffen machen, werden jedoch trotzdem erkannt und aufgezeichnet, der Besitzer erhält eine Mitteilung und das Licht geht an.

 

Tipps zu Apps und Smart Home

Die Nutzerbewertungen in den App-Stores liefern gute Hinweise auf die Zuverlässigkeit einer Leuchte mit Kamera. Sehr günstige Angebote werden häufig mit Software ausgeliefert, die nicht stabil läuft, unübersichtlich ist oder bei der eine deutsche Spracheinstellung fehlt. Von solchen Kombinationen ist abzuraten, denn selbst die beste Kamera hat keinen Nutzen, wenn die Bedienung schlecht umgesetzt ist. Gute Anbieter überzeugen nicht nur durch vernünftige Preise, sondern auch dadurch, dass sie den täglichen Umgang mit dem Produkt für ihre Kunden einfach und sicher gestalten. Dazu gehören auch Updates: So wie bei allen Geräten mit Netzwerkzugang besteht bei Außenleuchten mit Überwachungskamera die Gefahr potenzieller Angriffen aus dem Internet. In manchen Fällen machen neu gefundene Sicherheitslücken Updates notwendig. Auch neue Versionen von Betriebssystemen können eine Anpassung erfordern. Die Empfehlung lautet, auf Hersteller zu setzen, die ihre Produkte automatisch und für einen garantierten Zeitraum regelmäßig mit Aktualisierungen versorgen.
Manche Leuchten-Kamera-Systeme können nur als Stand-alone-Lösung verwendet werden, andere wiederum sind Teil eines komplexen Smart Home Systems, in dem ausschließlich Geräte desselben Herstellers zusammengefasst sind. Einige sind ebenfalls kompatibel mit Smart Home Produkten von Fremdherstellern. Wer zu Hause beispielsweise schon mit Amazons Alexa das Licht und die Heizung steuert, findet bei einigen Herstellern entsprechende Skills, um Alexa mit der Kamera zu verbinden.
Der Smart-Home-Markt wächst, eindeutige Marktführer in diesem Bereich haben sich allerdings noch nicht herausgestellt. Für die Zukunft lässt sich eine Prognose dafür, welches System zu bevorzugen ist, noch nicht aufstellen.

 

Qualität und Ausstattung der Hardware

Beim Außenbetrieb von Sicherheitskameras gibt es bestimmte Merkmale, die einen sinnvollen Betrieb ermöglichen.
Diese lassen sich auch auf die Bewertung von Kameras in Leuchten übertragen: Wetterschutz, Schutz vor Vandalismus, ein passender Bildwinkel, eine gute Bildqualität bei Tag und Nacht sowie die Speichermöglichkeiten sind am wichtigsten. Bei der Gehäusequalität zeichnen sich transparente Angebote durch die Angabe eines IP-Codes aus. Ein Gehäuse, das den Code IP 66 oder IP 67 trägt, garantiert, dass die Kamera auch bei Schlagregen funktioniert. Vandalismusschutz ist in der Regel nicht gewährleistet, was aber weniger ins Gewicht fällt, da die Kameras meist nur schwer zu erkennen sind. Die Objektive sind zwar nicht immer versteckt, sodass sie von einem aufmerksamen Beobachter leicht entdeckt werden können, Gelegenheitstäter ohne Spezialkenntnisse werden die Außenleuchten aber in der Regel nicht als Überwachungssysteme identifizieren, sondern für normale Lichtquellen halten.
Wegen fehlender Zoomobjektive sind die Angaben zu den Bildwinkeln und Auflösungen besonders wichtig. Zahlreiche Modelle haben horizontale Bildwinkel von ca. 100° bei einer Auflösung, die geringer ist als Full-HD (1920 x 1080 Pixel). Im Einzelfall kann das ausreichen, um einen Bereich direkt vor der Tür zu überwachen. Soll aber eine Einfahrt oder der etwas entfernter liegende Autostellplatz überwacht werden, ist mindestens Full-HD angebracht. Grundsätzlich gilt: Je größer der Bildwinkel ist, desto höher sollte die Auflösung sein.

In Bezug auf die Nachtsichtfähigkeit sind Modelle mit fast unsichtbarer Infrarotbeleuchtung von solchen zu unterscheiden, die nur über die eingebauten Weißlichtquellen verfügen, die sie als Außenbeleuchtung mitbringen. Infrarot empfiehlt sich dann, wenn die Überwachung im Dunkeln gewünscht ist, ohne bei jeder Bewegung den Außenbereich hell zu erleuchten.
Die Reichweiten der integrierten Infrarot-LEDs liegen meist bei unter 50 m. Soll eine höhere Reichweite erzielt werden, können externe IR-Scheinwerfer helfen.

Damit auch bei einem Netzwerkausfall oder voller Cloud keine Daten verloren gehen, sind die Kameras mit internen Speichermöglichkeiten ausgestattet. Komfortabel sind solche Systeme, die eine problemlose Erweiterung bzw. den Austausch einer Speicherkarte erlauben und die eine hohe maximale Speicherkapazität unterstützen.
Auch hier sind die erwähnten Updates hilfreich: Kommen neue Standards auf den Markt, lassen sich Kameras länger nutzen, wenn die Kompatibilität per Aktualisierung nachgereicht wird.
Als Speicher reicht für den Anfang eine leicht einzusetzende SD-Karte mit 128 GB Speicherplatz jedoch vollkommen aus.

Wo kann eine Außenleuchte mit Kamera gekauft werden?

Eine Außenleuchte mit Kameras gibt es bei den meisten Elektrofachhändlern. Außerdem gibt es auch im Internet eine breite Auswahl von Markenherstellern und „No-Name“-Unternehmen.

Etliche Angebote sind auch auf Amazon und Ebay zu finden:

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Fazit

Außenleuchten mit Überwachungskameras sind eine attraktive Alternative zu herkömmlichen getrennten Systemen für Licht und Überwachung. Wer auf Qualität setzt und Produkte von Markenherstellern kauft, erhält gut bedienbare Kameras mit hochwertiger Bildqualität, die für den Heimgebrauch überzeugen. Eine hundertprozentige Ausfallsicherheit ist aufgrund der notwendigen Funkverbindung jedoch nicht gegeben und auf Abschreckung muss weitestgehend verzichtet werden. Unter normalen Bedingungen ist aber eine zuverlässige und diskrete Überwachung gut möglich.

Quelle: https://cambuy.de/ip-ueberwachungskamera-set

 

Bildnachweise:

  • Titel: Bosch Smart Home Eyes Außenkamera (Amazon.de)
  • Bild Montage: Fotolia 196108011 – Technician installing CCTV camera system © Mrsuchat

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