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So bleibt Ihr Briefkasten sicher

 

Der Hausherr ist im Bademantel vor die Tür getreten. Schnurstracks begibt er sich in Richtung Briefkasten. Sein kleiner Hund ist ihm schon vorausgeeilt und hat sich die Zeitung geschnappt. „Rechnungen, nichts als Rechnungen. Und auf der Welt nur Unruhe und Krieg!“

Klischeehafte Szenen wie diese erleben Zusteller tagtäglich. Nur während der Zusteller nicht verantwortlich ist für den Inhalt der Sendungen des Empfängers, kann der Empfänger zumindest mit der geeigneten Briefkasten Sicherheitstechnik dafür sorgen, dass seine Post nicht in die falschen Hände gerät.

 

Den einheitlichen Standard Briefkasten gibt es nicht

Es fängt schon bei der Wahl des richtigen Briefkastens an. In einer fortschrittlichen und regelverliebten Industrienation wie Deutschland würde man eigentlich einen einheitlichen DIN genormten Briefkasten als gängiges Modell erwarten. Und eine solche DIN Norm existiert auch tatsächlich hierzulande. Nur sieht sie der Gesetzgeber für Hausbesitzer und Eigentumswohnungen nicht als verpflichtend an. Ausnahme sind nur Mietwohnungen und großflächige Geschäftsbüros. Ein Verstoß kann hier juristische Konsequenzen nach sich ziehen. Geschäftsleute müssen postalisch erreichbar sein. Mieter können sogar soweit gehen und die Miete mindern, wenn der Vermieter diesen Mangel nicht behebt.

 

Briefkasten als notwendiges Übel

Anscheinend ist der gemeine Deutsche nicht bereit, viel in einen teuren Briefkasten zu investieren. Händler außerhalb der EU haben diese Marktlücke erkannt und bieten ihre Modelle zum Spottpreis an. Die aufgestellte Norm spielt für die Hersteller keine Rolle. Der Gesetzgeber in Deutschland hat das wohlwollend akzeptiert. Es besteht ja noch nicht einmal eine generelle Briefkastenpflicht in Deutschland. Manche Hausbesitzer erwarten vom Zusteller ernsthaft, dass er die Briefsendungen vor der Tür ablegt und sie maximal mit einem Stein sichert. Sicherheitsrelevante Überlegungen oder gar die Einhaltung einer Norm sind hier fehl am Platz.

 

Die DIN Norm als erstes Sicherheitsgerüst

Dabei täte jeder gut daran, sich an dieser Norm mit dem schönen Namen DIN En 1374 zu orientieren.

Die Verwendung von ausschließlich stabilen Materialien

  • Eine Diebstahlsicherung mit Schlössern in zwei Sicherheitsstufen
  • Eine integrierte Entnahmesicherung als Schutz vor Postentnahme
  • Mindestmaße für den Quer- und Längseinwurf
  • oder ein DIN C4 Umschlag, der ohne gefaltet zu werden, hindurchpassen muss

sind schließlich schon gute Anhaltspunkte, um Sicherheitslücken bei seinem eigenen Briefkasten zu schließen. Den meisten Empfängern von Postsendungen scheint die schnelle Ankunft ihrer Sendungen ein größeres Anliegen zu sein, als auf die sichere Ankunft zu achten.

 

Briefkasten in Gefahr: Die Sendung ist weg

Vielen scheint darüber hinaus nicht bewusst zu sein, dass sich die Sicherheit nicht ausschließlich um Langfinger dreht. Zugegeben, der Diebstahl von Brief- und Paketsendungen stellt in den immer größer werdenden Boom Zeiten des Online- Handels ein wachsendes Problem dar. Der Kunde registriert es aber erst mit einer gewissen heftigen Vehemenz, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.
Lieferverzögerungen oder gar vereinzelte Fehler des Zustellers (Falscheinwurf etc.) werden im Eifer des Gefechts gar nicht in Betracht gezogen. Besonders ärgerlich wird es dann, wenn der Kunde Opfer eines Diebstahls an einem vermeintlich sicheren Ablageort wird. Für den Verlust eines Pakets bei einem vorhandenen Ablagevertrag muss der Zusteller nicht haften. Anders sieht es aus, wenn der Zusteller beispielsweise eine Warensendung nicht vollständig in den Briefkasten eingelegt hat und diese entwendet wurde.

 

Briefkasten in Gefahr: Terror und schlechte Zugänglichkeit

Manchmal ist es aber auch der lästige Verehrer/Stalker, der den Briefkasten mutwillig beschädigt, weil er gezielt Postsendungen zerstören will. Oder die Kinder, die aus Jux und Tollerei ihren Nachbarn zu Silvester einen Böller in den Briefkasten stecken. Sicherheitsgefahren lauern an jeder Ecke. Wir sollten aber nicht immer nur mit dem Finger auf andere zeigen. Vielleicht stellt auch die Montage unserer Briefkästen eine Sicherheitsbedrohung für den Zusteller dar. Wenn der Briefkasten nicht ordentlich befestigt oder ständig überfüllt ist und im schlimmsten Fall für den Zusteller nicht bzw. schwer zugänglich ist, hat dieser das Recht den Einwurf der Post zu verweigern.

Weitere Ratgeber und Infos über Briefkästen finden Sie auch im Magazin von www.cenator.de

 

Die Qual der Wahl bei der Briefkastenanlage

Was kann man tun, um es soweit erst gar nicht kommen zu lassen? Wie können wir die Sicherheit unserer Briefkastenanlage gewährleisten? Diese Fragen kann man so zentral nicht beantworten. Erst einmal müssen wir uns in die Lage versetzen, in der wir uns befinden. Sind wir Vermieter in einem Haus mit mehreren Parteien? Gehört uns eine edle Villa in einem Luxusviertel? Sind wir regelmäßig als Kunden im Online – Handel aktiv und erwarten immer viele Sendungen innerhalb kurzer Zeit?

Je nachdem zu welcher Zielgruppe wir uns zählen, haben wir gewisse Anforderungen an die Optik und die Sicherheitsvorkehrungen einer Briefkastenanlage.
Für fast jeden Typ gibt es eine entsprechende Briefkastenanlage wie der folgende Überblick zeigt:

 

Freistehende Briefkästen: Sie sind meistens aus witterungsbeständigem Edelstahl und mittels Verschraubungen oder Einbetonierung auf der Bodenfläche befestigt

  • Wandbriefkästen: Sie hängen entweder direkt an der Hausmauer oder am Gartenzaun
  • Kombi Briefkästen: Um Überfüllungen durch Zeitung/Werbeprospekte zu vermeiden, haben

 

sie zwei getrennte Bereiche zum Auffangen von Briefen und Zeitungen/Prospekten. Der Zusteller wird somit nicht in die Verlegenheit gebracht, Briefe nebst platzintensiven Zeitungen in den Schlitz zu stopfen

 

  • Briefschlitz: Für Sparfüchse eignet sich das Modell Briefschlitz. Es ist in die Haustür integriert oder als Unterputzbriefkasten direkt ins Mauerwerk. Unbefugte gelangen nicht an die Post
  • Gussbriefkästen im Jugendstil: Als Villenbesitzer ist die mit Ornamenten verzierte Optik ein passender Blickfang. Das Material ist zudem langlebig und robust. Lediglich das hohe Eigengewicht erfordert eine stabile Befestigungsgrundlage
  • Kunststoffbriefkästen: Der Briefkasten sieht noch so aus wie am ersten Tag. Bei Kunststoff ist das möglich, da er praktisch nicht rostet
  • Amerikanische Briefkästen: Bei diesen Briefkästen lacht nicht nur das Herz eines Postboten. Mit mehr Volumen bieten die aus Aluminium gefertigten und dadurch sehr leichten Briefkästen genügend Stauraum für viele Sendungen. Durch die rote Klappe kann der Zusteller signalisieren, dass sich Post im Briefkasten befindet. Idealerweise sind die Briefkästen bei großer Entfernung zum Hauseingang/Grundstück aufgestellt. Der Zusteller hat dann keinen weiten Weg.

 

Der Paketbriefkasten: Die todsichere Alternative zum Garagenvertrag. In verschiedenen Größen für Pakete der Größe XS bis L erhältlich. Verschiedene Sicherungssysteme sorgen dafür, dass nur der Empfänger Zugriff auf seine Pakete hat. Eine Ladeluke beispielsweise befördert die Pakete unwiederbringlich ins „Geheimfach“. Eine digitale Verknüpfung mit Smartphone und interaktiver Steuerung über eine eingebaute Kamera und Klingelanlage ist ebenfalls im Repertoire eines Paketbriefkastens enthalten.

 

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