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Security Schuhe und -Stiefel – gut geschützt auf Schritt und Tritt

Titelbild Security Schuhe

Im Handel finden sich viele Bezeichnungen für Security Schuhe und -Stiefel. Die Auswahl an geeigneten Schuhen ist groß, verschiedene Tätigkeiten im Securitybereich verlangen nach unterschiedlichem Schuhwerk. Um einen Überblick zu bekommen und die passenden Schuhe für die eigenen Anforderungen zu finden, empfiehlt sich ein Blick in die entsprechenden EU-Normen:

Berufsschuhe (EN ISO 20347)

Schuhe, die der Norm EN ISO 20347 entsprechen, werden als Berufsschuhe bezeichnet. Sie besitzen in der Regel keine Zehenschutzkappe.

Bei dieser Norm geht man für die Träger in ihrem Einsatzbereich von einem geringen oder überhaupt keinem Verletzungsrisiko aus. Diese Berufsschuhe sind oftmals auch gut für den Einsatz im Securitybereich geeignet und lassen sich unter zahlreichen Bezeichnungen im Handel finden, müssen aber mit der Norm ausgewiesen werden. Sie enthalten optional weitere Funktionalitäten, die aber nicht in jedem Fall einer weiteren Anforderung oder Prüfung unterliegen. Zu den optionalen Merkmalen können gehören:

  • rutschhemmend
  • antistatisch
  • hoher Tragekomfort
  • atmungsaktiv

 

Innerhalb der Norm gibt es folgende Kategorien, die zusätzliche Anforderungen oder Ausstattungen vorschreiben:
  • O1 = Security Schuhe & Stiefel mit antistatischer Ausrüstung, einem geschlossenem Fersenbereich und dem Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich
  • O2 = Security Schuhe & Stiefel wie O1 und zusätzlich mit Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme
  • O3 = Security Schuhe & Stiefel wie O2 und zusätzlich mit Durchtrittsicherheit und profilierter Laufsohle
  • O4 = Security Schuhe & Stiefel mit antistatischer Ausrüstung und Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich
  • O5 = Security Schuhe & Stiefel wie O4 und zusätzlich Durchtrittsicherheit und eine profilierte Laufsohle

 

Warum ist die Stoßdämpfung bei Berufsschuhen für die Sicherheitsbranche so wichtig?

Wie in allen Berufen, bei denen die Mitarbeiter viel laufen und lange stehen müssen, ist eine Fersendämpfung im Schuh besonders wichtig. Bei jedem Schritt werden die Gelenke geschont und der Rücken zusätzlich entlastet. Bei einer hochwertigen Dämpfung wird außerdem mit jedem Schritt Energie eingespart. Auch Blasen oder Druckstellen kann damit vorgebeugt werden.

Unsere Empfehlung:

Sicherheitsschuhe und Schutzschuhe (EN ISO 20345 bzw. EN ISO 20346)

Stellt der Einsatz erhöhte Forderungen an die Securitybekleidung, sollte auf Sicherheits- oder Schutzschuhe gesetzt werden, die die Norm EN ISO 20345 (Sicherheitsschuhe) oder EN ISO 20346 (Schutzschuhe) erfüllen.

Schutzschuhe (entsprechen der Norm EN ISO 20346) besitzen im Vergleich zu den Berufsschuhen immer eine Zehenkappe. Diese ist für mittlere Belastungen ausgelegt und werden mit einer Stoßenergie von ca. 100 Joule und einer Druckkraft von etwa 10 KN geprüft.

Ein weiteres Plus an Sicherheit bieten die Sicherheitsschuhe (EN ISO 20345), deren Zehenkappen noch höheren Belastungen standhalten (geprüft mit 200 Joule und 15 KN). Sicherheitsschuhe werden zusätzlich in Sicherheitsstufen eingeteilt, in denen zusätzliche Schutzeigenschafte wie beispielsweise durchtrittsichere Sohlen (Stufen S1P, S3 und S5) definiert sind.

 

Unsere Empfehlungen:

Bestseller Nr. 3
Atlas Anatomic BAU 500, Arbeitsschuh Klasse: EN ISO 20345:2011 S3, Schwarz, 44 EU
  • Robust. Obermaterial Waterproofleder. Mit Überkappe. Aktiv-X Funktionsfutter für hohe Atmungsaktivität und schnelles Trocknen. 3D-Dämpfungssystem zur Schonung der Gelenke. Outdoor Sohlentechnologie und Grobstollenprofil. Geeignet für die Einlagenversorgung nach DGUV 112-191.

Auf welche Eigenschaften von Security Schuhen und -Stiefeln sollte beim Kauf Wert gelegt werden?

  • hohe Festigkeit, eine robuste Bauweise und eine lange Lebensdauer
  • rutschfeste Sohle mit griffigem Profil
  • Je nach Einsatz abriebfeste Sohle, die ggf. beständig gegen Kraftstoffe, Öle und Fette ist
  • austauschbare Einlegesohle, die antibakteriell, feuchtigkeitsabsorbierend und anatomisch geformt ist
  • 2-Schichten Sohle, die für optimale Dämpfung sorgt und so die Bänder und Gelenke schont
  • bei Winterschuhen atmungsaktives Wärmefutter
  • Ösen und Haken sollten am besten schwarz und reflexarm sein
  • Sohle sollte nicht kreidend sein, d.h. sie darf keine Streifen auf dem Boden hinterlassen
  • bei Einsatzstiefeln sollte der Rist- und Wadenbereich unterschiedlich fest schnürbar sein, um guten Sitz zu erreichen
  • Eine eingearbeitete Fersenkappe schützt vor dem Umknicken und sollte bei besonders hohen Security Stiefeln vorhanden sein.