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Zylinderschloss

Definition

Es handelt sich hierbei um einen modernen Verriegelungsmechanismus, bei dem die Verriegelung selbst von einem Schloss übernommen wird, der Riegel zum Schließen selber jedoch von einem Zylinder bewegt wird. Das Zylinderschloss besteht somit aus zwei Komponenten, einem Schloss und einem Schließzylinder, deren Form, Bauweise und Sicherheitsanspruch variieren.

Arten von Schließzylindern

Doppelzylinder: werden am häufigsten verwendet, sind von außen und innen schließbar und auch schließbar, wenn von einer Seite ein Schlüssel im Schloss steckt;
Knaufzylinder: nur von einer Seite mit dem Schlüssel schließbar, die andere Seite wird mit einem Knauf bewegt;
Halbzylinder: nur von einer Seite, also nur von außen oder seltener nur von innen zu schließen;
Hebelzylinder: mit einem Hebel zum Öffnen und Schließen zu bedienen;
Außenzylinder: Schloss ist durch Metallzunge mit Zylinder in Verbindung, für Außenkästen geeignet;

Vorteile

Wenn das Zylinderschloss aus irgendeinem Grund ausgetauscht werden soll, muss nicht die ganze Apparatur, sondern nur der Schließzylinder ausgebaut werden.
Das Zylinderschloss kann für alle möglichen Sicherheitsansprüche erworben werden: Es gibt computerunterstützte und gepanzerte Sicherheitsvorrichtungen im Zylinderschloss genauso wie die einfache Variante – welche gewünscht und gebraucht wird, hängt vom Bedarf der Kunden und dem Einsatzbereich ab.
Entstehung des Zylinderschlosses

Ursprünglich wurden Schlösser an den Türinnenseiten angebracht, weshalb die dazugehörigen Schlüssel immer so lang sein mussten, dass sie durch die gesamte Tür reichten.
Durch die Ende des 19. Jahrhunderts erfundenen Sperrstiftpaare und deren Einbau in einen Zylinder war dies nicht mehr nötig.
Egal, wie massig eine Tür war, Schlüssel mussten nicht mehr extrem groß, lang und schwer sein, sondern konnten von nun an in Einheitsgrößen hergestellt werden. So wurden im Verlauf der Geschichte Schlüssel für Zylinderschlösser immer kleiner, kürzer und leichter.

Einsatzbereiche

Sicherheitsschlösser werden mittlerweile fast überall eingesetzt: Haustüren, Kellertüren, Wohnungstüren, Garagentore, Schlüsselkästen, Briefkästen, Spinde, Boxen, Automaten, Garagentore;
Bei Türen mit großen Glaseinsätzen ist Vorsicht geboten, weshalb sich Kunden im Fachgeschäft beraten lassen sollten.