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Einbruchssicherung: Die Nachfrage nach Alarmanlagen nimmt deutlich zu

Alarmanlage Einbrecher
Photo by Photodune | AndreyPopov

Immer mehr Menschen in Deutschland setzen auf Sicherheitstechnik, um sich gegen Einbrecher zu schützen. So erreichte die Branche nach Angaben des Bundesverbands Sicherheitstechnik im Jahr 2015 ein Umsatzwachstum von 6,9 Prozent. Damit setzt sich ein seit längerem anhaltender Trend fort: Denn auch in den Jahren zuvor konnten die Unternehmen stetige Zuwächse verzeichnen – in der Regel um rund fünf Prozent jährlich. Die amtliche Statistik zeigt dabei, dass die Angst vor Einbrechern keineswegs unbegründet ist: Alleine im Jahr 2015 gingen 167.136 entsprechende Anzeigen bei der Polizei ein – ein Anstieg von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Alarmanlagen können Einbrecher abschrecken

Die Zahl der Wohnungseinbrüche lag damit so hoch wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat daher bereits angekündigt, die Bekämpfung von Einbruchskriminalität zukünftig zu intensivieren. Doch viele Bürger wollen sich alleine darauf nicht verlassen und investieren in Eigenregie in entsprechende Sicherheitsmaßnahmen. Mit Erfolg: Denn wie die Polizei bestätig, nimmt auch die Zahl der gescheiterten Einbruchsversuche stetig zu – und zwar in allen Bundesländern.
Als Faustregel gilt dabei: Ist ein Einbrecher nach fünf Minuten noch nicht erfolgreich, ergreift er die Flucht. Dies gilt insbesondere, wenn er fürchten muss, entdeckt zu werden – beispielsweise weil ein Alarm auslöst oder ein Licht angeht.

 

Einbruchsschutz und Alarmanlage ergänzen sich

Der Kauf einer Alarmanlage sollte daher immer in eine umfassende Sicherheitsanalyse der eigenen Räumlichkeiten eingebunden sein. So nützt die beste Alarmanlage in der Regel nichts, wenn die Haustür sich innerhalb weniger Sekunden öffnen lässt. Eine professionelle Einschätzung der sicherheitstechnischen Schwachstellen kann dabei beispielsweise kostenlos durch spezialisierte Beamte der Polizei erfolgen. Diese identifizieren dann Schwachstellen und empfehlen Gegenmaßnahmen. Zudem gibt es bei der Polizei in der Regel ein Verzeichnis mit empfohlenen Fachfirmen, die die Sicherheitstechnik installieren können. Bei Alarmanlagen empfiehlt es sich dabei in jedem Fall, einen Experten mit der Installation zu beauftragen. Nur so können die Einstellungen an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden.

 

Verschiedene Typen von Alarmanlagen

Bei Alarmanlagen gibt es zudem eine Vielzahl an unterschiedlichen Typen. Die simpleren Varianten erzeugen dabei einen Warnton und versuchen so, die Umgebung zu alarmieren. Hochwertigere Geräte lassen sich allerdings auch vernetzen und schicken den Alarm beispielsweise auf das Smartphone des Hausbesitzers. Einige Anlagen können auch automatisch die Polizei benachrichtigen. Die meisten Einbrecher arbeiten zudem am liebsten im Dunkeln: Schon ein Bewegungsmelder, der einen Scheinwerfer in Gang setzt, kann daher ausreichen, um einen Einbruch zu vereiteln. Immer mehr Menschen benutzen zudem intelligente Haussteuerungssysteme. Einige davon verfügen ebenfalls bereits über Maßnahmen, um Einbrecher abzuschrecken.

 

Der Staat beteiligt sich an den Kosten für Alarmanlagen

Die notwendigen Investitionen in den Einbruchsschutz unterscheiden sich dabei natürlich von Fall zu Fall. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes geht allerdings davon aus, dass im Normalfall eine Summe zwischen 1.500 und 2.000 Euro benötigt wird. Die staatliche Förderbank KfW fördert dabei entsprechende Umbaumaßnahmen. Entweder durch direkte Zuschüsse bis zu einer Summe von 1.500 Euro oder durch zinsgünstige Kredite.

Auch bei der Versicherung kann dann unter Umständen gespart werden: Oftmals werden entsprechende Umbaumaßnahmen dort mit Prämien oder Rabatten belohnt. So kann ein Teil der Kosten wieder hereingeholt werden. Zumal bei einem erfolgreichen Einbruch auch erhebliche Kosten entstehen: Im Schnitt kommt es dabei zu einem Schaden von 3.846 Euro – im Einzelfall kann dieser Wert aber auch deutlich höher liegen.

 

Die Aufklärungsquote ist gering

Investitionen in die Einbruchssicherung sind aber auch deshalb gut angelegtes Geld, weil die Chance, dass eine solche Tat aufgeklärt wird, eher gering ist. Bundesweit lag die Aufklärungsquote bei Einbrüchen im vergangenen Jahr bei rund fünfzehn Prozent – und auch dann ist nicht sichergestellt, dass die geklauten Gegenstände noch sichergestellt werden können. Die Problematik ist dabei inzwischen auch auf politischer Ebene angekommen. Bundesinnenminister de Maizière hat bereits Veränderungen vorgenommen, die die Aufklärungsquote verbessern sollen. Diese Maßnahmen liegen allerdings noch nicht weit genug zurück, um sich bereits in den Statistiken wieder zu finden.

Generell gilt aber: Es ist in jedem Fall besser einen Einbruch präventiv zu verhindern als ihn nachträglich aufzuklären.

 

Zahl der Einbrüche nimmt seit Jahren zu

Dass es durch gemeinsame Anstrengungen von Polizei und Hausbesitzern gelingen kann, die Einbruchszahlen zu verringern, hat die Vergangenheit gezeigt. So gab es im Jahr 1993 noch 227.090 Einbrüche zu verzeichnen. Bis zum Jahr 2006 konnte diese Zahl auf 106.107 Fälle gesenkt werden – auch weil die Bürger vermehrt in Alarmanlagen und Sicherheitstechnik investierten. Seitdem ist aber wieder ein stetiger Anstieg der Einbruchszahlen zu verzeichnen gewesen. Damit sticht die Einbruchsqualität aus der Masse hervor: Die Zahl der Straftaten insgesamt blieb in diesem Zeitraum nämlich mehr oder weniger konstant. Die Politik hat sich nun zum Ziel gesetzt, diesen Trend wieder umzukehren. Die Installation von Alarmanlagen kann dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.

 

Bremen und Hamburg verzeichnen die meisten Einbrüche

Betrachtet man zudem die Zahlen der einzelnen Bundesländer, lassen sich erstaunliche Unterschiede erkennen. So sind die meisten Einbrüche pro 100.000 Einwohner in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg zu beobachten. Am Beispiel Bremens lässt sich aber auch der Erfolg eingebauter Sicherheitstechnik verdeutlichen. Denn von insgesamt 2.776 versuchten Wohnungseinbrüchen waren dort lediglich 1.574 – also 42 Prozent – erfolgreich. Im Süden der Republik scheint zudem eine Trendumkehr bereits gelungen: Sowohl in Bayern, als auch in Baden-Württemberg sind die Einbruchszahlen im vergangenen Jahr gesunken. In beiden Fällen konnte zudem die Aufklärungsquote gesteigert werden. So wurden alleine in Bayern vierzig Prozent mehr Einbrecher gefasst als im Vorjahr. Geholfen hat dabei, dass nicht nur die Hausbesitzer technisch aufgerüstet haben, sondern auch die Polizei. So identifiziert eine mit Daten gefütterte Prognosesoftware namens PRECOBS besonders gefährdete Gebiete, die dann verstärkt überwacht werden.

 

Bild: Photodune / AndreyPopov

 

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