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	<title>Gewalt Archive | Securityszene.de</title>
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	<title>Gewalt Archive | Securityszene.de</title>
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		<title>Warum Krieg fasziniert – und was Sicherheitsexperten und wir alle daraus lernen können</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gonev]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 08:37:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsbranche]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Drohnenangriff als TikTok-Clip mit Hintergrundmusik. Ein Militär-Shooter mit 30 Millionen aktiven Nutzern. Recruiting-Videos islamistischer Gruppen, die wie Blockbuster-Trailer aussehen. Und dann gibt es Menschen, die in TV-Reportagen offen sagen: ‚Krieg ist für uns ein Hobby.’ Krieg ist heute auch Medienprodukt, und wer in der Sicherheitsbranche arbeitet, muss verstehen, warum das funktioniert. Trotz der enormen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>
</p><p>Ein Drohnenangriff als TikTok-Clip mit Hintergrundmusik. Ein Militär-Shooter mit 30 Millionen aktiven Nutzern. Recruiting-Videos islamistischer Gruppen, die wie Blockbuster-Trailer aussehen. Und dann gibt es Menschen, die in TV-Reportagen offen sagen: <strong>‚Krieg ist für uns ein Hobby.’</strong> Krieg ist heute auch Medienprodukt, und wer in der Sicherheitsbranche arbeitet, muss verstehen, warum das funktioniert.</p>
<p>Trotz der enormen Zerstörung, der Millionen Opfer und der langfristigen gesellschaftlichen Folgen üben Konflikte auf viele Menschen eine eigenartige Faszination aus. Filme, Bücher, Dokumentationen oder militärische Strategie erfreuen sich großer Aufmerksamkeit – selbst bei Menschen, die Krieg grundsätzlich ablehnen.</p>
<p>Für die Sicherheitsbranche ist diese Beobachtung besonders relevant. Wer Sicherheitsrisiken, politische Instabilität oder Radikalisierungsprozesse verstehen will, muss auch die psychologischen und sozialen Mechanismen betrachten, die Konflikte begünstigen oder emotional aufladen.</p>
<p>Die Forschung aus Psychologie, Soziologie, Evolutionsbiologie und Geschichtswissenschaft zeigt: Krieg ist nicht nur ein politisches oder militärisches Ereignis. Er ist auch ein <strong>menschliches Phänomen</strong>, das tief mit Emotionen, Gruppenidentität und biologischen Mechanismen verbunden ist.</p>
<h2>Krieg als Quelle von Sinn, Intensität und Kameradschaft</h2>
<p>Krieg führt den Menschen an die äußersten Ränder seiner Existenz: Leben und Tod, Angst und Mut, Chaos und Ordnung. In dieser radikalen Zuspitzung liegt eine dramatische Wucht, der sich kaum jemand entziehen kann. Der amerikanische Philosoph und Psychologe William James stellte bereits 1910 eine provokante Beobachtung fest. In seinem Essay <em>The Moral Equivalent of War</em> argumentierte er, dass Krieg für viele Menschen eine besondere Form von Sinn und Intensität erzeugt.</p>
<p><strong>Kriegssituationen bieten:</strong></p>
<ul>
<li>klare Rollen und Verantwortlichkeiten</li>
<li>unmittelbare Entscheidungen mit hoher Bedeutung</li>
<li>starke Kameradschaft und Gruppenbindung</li>
<li>emotionale Intensität und existenzielle Erfahrungen</li>
</ul>
<p>James stellte fest, dass diese Faktoren eine emotionale Energie freisetzen können, die im normalen zivilen Alltag selten vorkommt. Aus seiner Sicht erklärt dies teilweise, warum Gesellschaften immer wieder in Konflikte geraten.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br>
James, W. (1910). <em>The Moral Equivalent of War.</em></p>
<h3>Der Archetyp des „Helden“</h3>
<p>Diese tiefgreifende psychologische Sehnsucht nach existenziellem Sinn und Selbstverwirklichung wird oft in der Figur des „Helden“ personifiziert.</p>
<ul>
<li><strong>Der Heldenmythos als Sinnstiftung:</strong> In modernen, oft als bürokratisch oder banal empfundenen Gesellschaften kann der Konflikt als Bühne für den zeitlosen „Heldenmythos“ wahrgenommen werden. Der Krieg bietet die (vermeintliche) Möglichkeit, aus der Anonymität des Alltags auszubrechen, außergewöhnlichen Mut zu beweisen und Teil einer großen, historischen Erzählung zu werden.</li>
<li><strong>Heroisierung und Selbsttranszendenz:</strong> Die Figur des Helden zeichnet sich durch Opferbereitschaft, Mut und das Einstehen für eine „höhere Sache“ aus. Für manche Menschen bietet die Teilnahme an einem Konflikt die psychologische Möglichkeit, eigene Schwächen zu überwinden und ein Gefühl von Selbsttranszendenz und dauerhafter Bedeutung zu erlangen.</li>
<li><strong>Sinnstiftung durch den Opfergang:</strong> Das Gefühl, Teil einer Bewegung zu sein, für die man bereit ist, das ultimative Opfer zu bringen, bedient tief sitzende menschliche Bedürfnisse nach Bedeutsamkeit und Zugehörigkeit. Der Krieg wird so zu einem mächtigen Sinnstifter, der das eigene Leben im Verhältnis zu einem kollektiven Ziel aufwertet, was im zivilen Leben oft schwerer zu erreichen ist.</li>
</ul>
<p>In „<strong>Der Heros in tausend Gestalten</strong>“ beschreibt Campbell genau diese <strong>universelle Heldenstruktur</strong>. Viele Extremismus-Narrative nutzen genau diese Erzählform.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br>
Campbell, Joseph (1949), <strong>The Hero with a Thousand Faces</strong></p>
<h2>Neurobiologische Effekte: Risiko und Adrenalin</h2>
<p>Die oben genannten psychologischen Motive haben jedoch auch eine körperliche Grundlage. Situationen mit hoher Gefahr aktivieren das menschliche Stress- und Belohnungssystem.</p>
<p>Dabei werden unter anderem wichtige Neurotransmitter wie Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Diese Stoffe erhöhen Aufmerksamkeit, Energie und Reaktionsgeschwindigkeit. Gleichzeitig können sie ein starkes Gefühl von Intensität oder „Kick“ erzeugen. Der Militärpsychologe Dave Grossman beschreibt in seinem Werk <em>On Killing</em>, dass einige Soldaten nach Kampfeinsätzen Schwierigkeiten haben, sich wieder an das vergleichsweise ruhige zivile Leben zu gewöhnen. In manchen Fällen entsteht sogar eine Art „Adrenalinabhängigkeit“.</p>
<p>Dies bedeutet nicht, dass Menschen Krieg bewusst suchen. Es zeigt jedoch, dass extreme Situationen neurobiologisch besonders intensive Erfahrungen erzeugen können.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br>
Grossman, D. (2009). <em>On Killing: The Psychological Cost of Learning to Kill in War and Society.</em></p>
<h3>Die Rolle individueller Persönlichkeitsstrukturen</h3>
<p>Allerdings reagieren nicht alle Menschen gleich stark auf diese Reize. Ein Teil der Bevölkerung weist besonders hohe Werte im sogenannten <strong>Sensation Seeking</strong> auf. Der Psychologe Marvin Zuckerman beschreibt dieses Persönlichkeitsmerkmal als starke Suche nach intensiven Erfahrungen, Risiko, Neuheit und Abenteuer. Personen mit hohen Sensation-Seeking-Werten fühlen sich häufiger zu extremen Situationen hingezogen – etwa zu Extremsport, riskanten Berufen oder militärischen Einsätzen.</p>
<p><strong>Für die Sicherheitsanalyse ist das relevant:</strong> Menschen mit ausgeprägtem Sensation Seeking können für extremistische Rekrutierung besonders empfänglich sein, da Konflikte genau die Intensität und das Abenteuer versprechen, nach denen sie suchen.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br>
Zuckerman, M. (2007). <em>Sensation Seeking and Risky Behavior.</em></p>
<h2>Die Gamifizierung des Krieges – Vom Schlachtfeld zum Screen</h2>
<p>In der heutigen Zeit wird die Faszination für Konflikte durch digitale Medien massiv verstärkt. Krieg findet nicht mehr nur in fernen Nachrichten statt, sondern ist „konsumierbar“ und interaktiv geworden.</p>
<ul>
<li><strong>Virtuelle Immersion:</strong> Videospiele (First-Person-Shooter) lassen Nutzer Kriegsszenarien interaktiv erleben. Dies bedient das Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit und „Sensation Seeking“, ohne dass die realen physischen Konsequenzen – wie Schmerz oder permanenter Verlust – spürbar sind.</li>
<li><strong>Krieg als Content:</strong> Auf Plattformen wie TikTok oder Telegram werden reale Kampfszenen oft mit Musik unterlegt und wie Sport-Highlights geteilt. Diese Ästhetisierung führt zu einer schleichenden emotionalen Abstumpfung und macht Gewalt zu einem Teil der alltäglichen Unterhaltungsindustrie.</li>
<li><strong>Distanzierte Teilnahme:</strong> Die „Drohnen-Perspektive“ in modernen Medienberichten ähnelt oft der Optik von Videospielen. Dies schafft eine psychologische Distanz, die es dem Betrachter erlaubt, fasziniert zuzusehen, während die menschliche Tragödie hinter der technischen Schnittstelle verschwindet.</li>
</ul>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Dahinter steckt ein universeller menschlicher Mechanismus: Morbid Curiosity – die angeborene Neugier auf Gefahr, Gewalt und Extremsituationen. Evolutionär war es sinnvoll, Bedrohungen zu beobachten und zu verstehen, auch aus sicherer Distanz. Wer wusste, wie ein Raubtier angreift, überlebte länger. Dieser Instinkt ist nicht pathologisch – er ist menschlich. Das Problem entsteht, wenn digitale Medien diesen Mechanismus systematisch ausreizen: Der Content wird extremer, die Hemmschwelle sinkt, die emotionale Abstumpfung wächst. Was gestern noch schockiert hätte, wird heute weggescrollt.</p>
<p>Für die Sicherheitsbranche ist das kein abstraktes Phänomen. Radikalisierungsforscher wie J.M. Berger dokumentieren, wie extremistische Gruppen gezielt Gaming-Ästhetik und Plattformen nutzen, um Rekrutierung zu betreiben – von Discord-Servern bis zu modifizierten Spielumgebungen. <em>Schockierender Content dient nicht nur der Einschüchterung – er erzeugt Klicks, Reichweite und schleichende Normalisierung von Gewalt.</em></p>
<p><strong>Für Sicherheitsexperten bedeutet das:</strong> Wer Rekrutierungsstrategien verstehen will, muss die Ästhetik kennen, die sie nutzen. Die Frage ist nicht, ob man diesen Content meidet – sondern ob man ihn durchschaut. Das gilt aber nicht nur für Profis: Auch als aufmerksamer Bürger lohnt es sich innezuhalten und zu fragen: Was zeigt mir dieses Video eigentlich? Was verbirgt die Drohnenperspektive hinter ihrer technischen Präzision? Das ist kein Aufruf zur Zensur, sondern zur Reflexion.</p>
<p><strong>Quellen:</strong><br>
M. Berger (2018). Extremism.<br>
Scrivner, C. (2021). The psychology of morbid curiosity.</p>
<h2>Die Macht der Gruppe: Wie Konflikte Gesellschaften formen und spalten</h2>
<p>Ein weiterer zentraler Faktor ist die Dynamik von Gruppen und Massen.</p>
<p>Der Nobelpreisträger und Schriftsteller Elias Canetti analysierte in seinem Werk <em>Masse und Macht</em>, wie Menschen in großen Gruppen ihre individuelle Wahrnehmung teilweise verlieren und stärker durch kollektive Emotionen beeinflusst werden.</p>
<p><strong>In solchen Situationen entstehen häufig:</strong></p>
<ul>
<li>starke Wir-gegen-sie-Narrative</li>
<li>emotionale Aufladung durch gemeinsame Bedrohung</li>
<li>erhöhte Loyalität innerhalb der Gruppe</li>
</ul>
<p>Konflikte können dadurch eine identitätsstiftende Funktion erhalten. Das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, kann für viele Menschen psychologisch äußerst mächtig sein.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br>
Canetti, E. (1960). <em>Masse und Macht.</em></p>
<h3>Der gesellschaftliche Druckventil-Effekt</h3>
<p>Konfliktforscher haben außerdem beobachtet, dass externe Konflikte in manchen Situationen interne Spannungen innerhalb von Gesellschaften reduzieren können.</p>
<p>Der Soziologe Lewis A. Coser beschrieb in seinem Buch <em>The Functions of Social Conflict</em>, dass äußere Konflikte häufig dazu führen, dass interne Meinungsverschiedenheiten in den Hintergrund treten.</p>
<p>Dieser Mechanismus funktioniert neben der oben erwähnten <strong>Identitätsbildung</strong> oft über zwei weitere Prozesse:</p>
<ol>
<li><strong>Fokusverschiebung</strong> – Aufmerksamkeit richtet sich auf den äußeren Gegner</li>
<li><strong>Gruppenkohäsion</strong> – interne Differenzen werden vorübergehend reduziert</li>
</ol>
<p>Dieser Effekt erklärt teilweise, warum politische Führungssysteme in Krisenzeiten häufig steigende Zustimmung erfahren.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br>
Coser, L. A. (1956). <em>The Functions of Social Conflict.</em></p>
<h3>Der „Rally-around-the-flag“-Effekt</h3>
<p>Politikwissenschaftliche Studien zeigen ein weiteres wiederkehrendes Muster: den sogenannten <strong>Rally-around-the-flag-Effekt</strong>.</p>
<p>Auch in Zeiten externer Bedrohungen steigt häufig kurzfristig die Unterstützung für politische Führungspersonen oder Regierungen.</p>
<p>Der Politikwissenschaftler John Mueller analysierte dieses Phänomen anhand historischer Ereignisse und stellte fest, dass nationale Krisen regelmäßig zu steigenden Zustimmungswerten führen.</p>
<p>Ein prominentes Beispiel ist der starke Anstieg der Unterstützung für die US-Regierung nach den “Anschlägen vom 11. September 2001”.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br>
Mueller, J. (1970). <em>Presidential Popularity from Truman to Johnson.</em></p>
<h2>Die romantische Illusion vor dem Krieg</h2>
<p>Historische Analysen zeigen außerdem, dass Kriege häufig von einer Phase der Euphorie oder romantischen Vorstellung begleitet werden – bevor ihre tatsächliche Brutalität sichtbar wird.</p>
<p>Der Historiker Christopher Clark beschreibt in seinem Buch <em>The Sleepwalkers</em>, dass viele europäische Gesellschaften vor dem Ausbruch des World War I eine Mischung aus Nationalstolz, Abenteuerlust und militärischer Begeisterung erlebten. Erst die enorme Zahl an Opfern ließ diese romantische Perspektive verschwinden.</p>
<p><strong>Für Sicherheitsanalysten ist dieses Muster hochrelevant:</strong> Heute zeigt sich die romantische Illusion selten so offen wie 1914. Sie versteckt sich in der Sprache der Präzision (‘chirurgische Schläge’), in Heldenerzählungen ohne Erwähnung von Trauma, in Rekrutierungsvideos mit Gaming-Ästhetik. Wer diese subtilen Formen erkennt, kann Eskalationsdynamiken früher einschätzen – lange bevor die öffentliche Stimmung kippt.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br>
Clark, C. (2012). <em>The Sleepwalkers: How Europe Went to War in 1914.</em></p>
<h2>Evolutionsbiologische Perspektiven</h2>
<p>Einige Evolutionsbiologen sehen in der menschlichen Konfliktfähigkeit auch evolutionäre Wurzeln.</p>
<p>Der Primatologe Richard Wrangham argumentiert in seinem Buch <em>The Goodness Paradox</em>, dass Menschen gleichzeitig über zwei scheinbar widersprüchliche Eigenschaften verfügen:</p>
<ul>
<li>ausgeprägte Fähigkeit zur Kooperation</li>
<li>Fähigkeit zur organisierten Gewalt</li>
</ul>
<p>Diese Kombination könnte sich im Verlauf der Evolution entwickelt haben, da Gruppen mit starker interner Kooperation und gleichzeitig hoher Verteidigungsfähigkeit langfristige Vorteile hatten.</p>
<p><strong>Für die Sicherheitsanalyse bedeutet das zweierlei:</strong> Starke interne Kohäsion einer Gruppe ist kein Zeichen von Stabilität allein – sie kann gleichzeitig das Risiko externer Gewalt erhöhen. Wer Radikalisierung früh erkennen will, sollte deshalb nicht nur auf Gewaltbereitschaft achten, sondern auf das Muster davor: eine Gruppe, die nach innen immer enger zusammenwächst und nach außen immer klarer einen Feind definiert. Gleichzeitig folgt daraus eine wichtige Konsequenz für Prävention: Radikalisierung lässt sich nicht allein durch Verbote oder Isolation bekämpfen. Wer Menschen aus extremistischen Gruppen herauslösen will, muss ihnen eine alternative Form von Zugehörigkeit und Kooperation anbieten – denn genau das bedient der Extremismus so wirkungsvoll.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br>
Wrangham, R. (2019). <em>The Goodness Paradox.</em></p>
<h2>Technologischer Fetischismus – Die Ästhetik der Macht</h2>
<p>Ein wesentlicher Faktor für die Anziehungskraft moderner Konflikte, insbesondere innerhalb der Sicherheitsbranche, ist die Begeisterung für die technische Seite der Kriegsführung.</p>
<ul>
<li><strong>Die Illusion der „sauberen“ Lösung:</strong> Hochpräzise Waffensysteme und Drohnentechnologie suggerieren eine chirurgische Präzision. Der Krieg wird dadurch als technologisches Problem wahrgenommen, das durch „überlegene Hardware“ gelöst werden kann, anstatt als tiefgreifendes menschliches Leid.</li>
<li><strong>Ausrüstung als Identitätsstifter:</strong> Taktische Ausrüstung (Tactical Gear) hat sich zu einem regelrechten Lifestyle-Objekt entwickelt. Die Ästhetik von High-Tech-Materialien, Tarnmustern und <a href="https://www.securityszene.de/sicherheitslexikon/nachtsichtgeraet/" target="_blank" rel="noopener" title="Nachtsichtgeräten">Nachtsichtgeräten</a> vermittelt ein Gefühl von Professionalität, Überlegenheit und Kontrolle.</li>
<li><strong>Hardware-Begeisterung:</strong> Die Bewunderung für die Ingenieurskunst hinter Kampfjets oder Panzern kann die moralische Auseinandersetzung mit deren Zweck überlagern. In der psychologischen Wahrnehmung tritt die funktionale Ästhetik an die Stelle der destruktiven Realität.</li>
</ul>
<p><strong>Ein Beispiel:</strong> Die öffentliche Begeisterung für Drohnenaufnahmen aus dem Ukraine-Krieg folgt einer eigenen Ästhetik – präzise, distanziert, fast videospielartig. Diese Darstellung beeinflusst, wie Öffentlichkeit und Politik über Waffenlieferungen diskutieren – weniger über menschliches Leid, mehr über technologische Überlegenheit.</p>
<p>Paul Virilio hat in seinen Arbeiten über <strong>Krieg und Technologie</strong> argumentiert, dass moderne Kriege stark durch <strong>technologische Wahrnehmungssysteme</strong> geprägt werden.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br>
Virilio, P. (1989). <em>War and Cinema.</em></p>
<h2>Die Realität des Krieges: Trauma und langfristige Folgen</h2>
<p>Trotz der beschriebenen Mechanismen zeigt die Forschung eindeutig, dass die meisten Menschen, die realen Krieg erleben, langfristige psychische Belastungen entwickeln.</p>
<p>Zu den häufigsten Folgen gehört die Erkrankung die Posttraumatische Belastungsstörung. (PTBS)</p>
<p>Typische Symptome sind:</p>
<ul>
<li>Flashbacks und intrusive Erinnerungen</li>
<li>Schlafstörungen</li>
<li>erhöhte Reizbarkeit</li>
<li>emotionale Taubheit</li>
</ul>
<p>Diese Befunde zeigen deutlich, dass romantisierte Vorstellungen von Krieg in der Realität meist schnell zerbrechen.</p>
<p><strong>Für Sicherheitsexperten hat das konkrete Konsequenzen:</strong> Traumatisierte Kombattanten – auf allen Seiten eines Konflikts – treffen andere Entscheidungen als nicht-traumatisierte. Eskalationen, Vergeltungsaktionen oder scheinbar irrationales Verhalten lassen sich oft besser durch Traumadynamiken erklären als durch politische Logik. Wer Konflikte analysiert, sollte PTBS nicht als Randthema behandeln, sondern als operativ relevanten Faktor einkalkulieren.</p>
<h2>Fazit und Schlusswort</h2>
<p>Die Faszination für Krieg ist ein komplexes menschliches Phänomen. Sie entsteht aus einer Kombination von psychologischen, sozialen, biologischen und historischen Faktoren. Extreme Situationen erzeugen intensive Emotionen, stärken Gruppenidentität und aktivieren neurobiologische Belohnungssysteme. Gleichzeitig zeigen historische Erfahrungen und psychologische Studien deutlich, dass realer Krieg fast immer mit enormem Leid und langfristigen Traumata verbunden ist.</p>
<p><strong>Die unbequeme Erkenntnis lautet: </strong>Wer Konflikte nur als geopolitisches oder militärisches Problem betrachtet, versteht sie nicht vollständig. Radikalisierung, Eskalation und Polarisierung folgen menschlichen Mustern – und diese Muster sind beeinflussbar. Das ist keine akademische Feststellung. Es ist eine operative Grundlage für jeden, der in der Sicherheitsbranche ernsthaft arbeitet. Dieses Wissen darf dabei nicht zur Manipulation genutzt werden, sondern muss als Werkzeug dienen, um Deeskalation zu fördern und die Resilienz gegenüber Radikalisierung zu stärken.</p>
<p><strong>Ob als Analyst oder aufmerksamer Bürger:</strong> Wenn Sie das nächste Mal eine Radikalisierung oder Eskalationsspirale beobachten, fragen Sie sich nicht nur nach den politischen Zielen – sondern auch: Welche emotionalen Bedürfnisse bedient dieser Konflikt gerade bei den Beteiligten?</p>
<p><strong>Literatur und Quellen</strong></p>
<ul>
<li>James, W. (1910). <em>The Moral Equivalent of War.</em></li>
<li>Grossman, D. (2009).<em>On Killing: The Psychological Cost of Learning to Kill in War and Society.</em></li>
<li>Canetti, E. (1960).<em>Masse und Macht.</em></li>
<li>Coser, L. A. (1956).<em>The Functions of Social Conflict.</em></li>
<li>Mueller, J. (1970).<em>Presidential Popularity from Truman to Johnson.</em></li>
<li>Clark, C. (2012). <em>The Sleepwalkers: How Europe Went to War in 1914.</em></li>
<li>Wrangham, R. (2019). <em>The Goodness Paradox: The Strange Relationship Between Virtue and Violence in Human Evolution.</em></li>
<li>Zuckerman, M. (2007)<em>. Sensation Seeking and Risky Behavior.</em></li>
<li>American Psychiatric Association. (2013).<em>Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5).</em></li>
<li>Virilio, P. (1989).<em>War and Cinema.</em></li>
<li>M. Berger (2018). <em>Extremism.</em></li>
<li>Campbell, Joseph (1949)</li>
<li>Scrivner, C. (2021). The psychology of morbid curiosity.</li>
</ul>
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<ul>
<li><a href="https://www.securityszene.de/gewalt-in-der-gesellschaft-ursachen-und-praevention/" title="Gewalt in der Gesellschaft: Ursachen und Prävention">Gewalt in der Gesellschaft: Ursachen und Prävention</a></li>
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		<item>
		<title>Gewalt in der Gesellschaft: Ursachen und Prävention</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gonev]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2023 12:56:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt Ursachen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Thema Gewalt ist so alt wie die Menschheit. Gewalt manifestiert sich in unterschiedlichen Formen und kann gravierende Auswirkungen auf Individuen und Gemeinschaften haben. Um dieses komplexe Phänomen zu verstehen und zu bekämpfen, ist eine eingehende Analyse der Ursachen und die Entwicklung effektiver Präventionsstrategien entscheidend. Die 10 häufigsten Ursachen von Gewalt Soziale Ungleichheit: Soziale Ungleichheit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>
</p><p>Das Thema Gewalt ist so alt wie die Menschheit. Gewalt manifestiert sich in unterschiedlichen Formen und kann gravierende Auswirkungen auf Individuen und Gemeinschaften haben. Um dieses komplexe Phänomen zu verstehen und zu bekämpfen, ist eine eingehende Analyse der Ursachen und die Entwicklung effektiver Präventionsstrategien entscheidend.</p>
<h2><strong>Die 10 häufigsten Ursachen von Gewalt<br>
</strong></h2>
<p><strong>Soziale Ungleichheit: </strong>Soziale Ungleichheit schafft ein Klima, in dem Menschen sich benachteiligt fühlen und ihre Grundbedürfnisse nicht angemessen erfüllt werden. Dies kann zu Frustration und Wut führen, die sich in gewalttätigem Verhalten entladen. Ein Beispiel hierfür ist die Zunahme von sozialen Unruhen in Regionen mit starken Einkommensunterschieden, wo Menschen gegen ihre prekäre wirtschaftliche Situation protestieren.</p>
<p><strong>Mangelnde Bildung:</strong> Bildung ist ein Schlüsselfaktor für die Persönlichkeitsentwicklung und die Fähigkeit zur Konfliktbewältigung. In Gesellschaften mit unzureichender Bildung besteht ein höheres Risiko für Gewalt. Beispielsweise können Jugendliche, die keinen Zugang zu Bildung haben, Schwierigkeiten haben, alternative Wege zur Problemlösung zu finden und sind anfälliger für negative Einflüsse.</p>
<p><strong>Kulturelle Faktoren:</strong> Kulturelle Normen und Werte beeinflussen das Verhalten der Menschen. In Gesellschaften, in denen Gewalt als akzeptables Mittel zur Lösung von Konflikten betrachtet wird, kann sich aggressives Verhalten leicht verbreiten. Im Gegensatz dazu fördern Kulturen, die die Wichtigkeit von Empathie und Zusammenarbeit betonen, gewaltfreies Verhalten. Ein Beispiel sind Gemeinschaften, die traditionell auf Kooperation und Solidarität basieren.</p>
<p><strong>Psychologische Faktoren:</strong> Individuelle psychologische Merkmale spielen eine Rolle bei der Entstehung von Gewalt. Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben oder an aggressiven Persönlichkeitsmerkmalen leiden, neigen möglicherweise eher dazu, gewalttätiges Verhalten zu zeigen. Hier kann professionelle psychologische Unterstützung helfen, diese individuellen Faktoren zu identifizieren und zu bewältigen.</p>
<p><strong>Emotionale Wunden, Traumata und erbliche Faktoren:</strong> Emotionale Wunden und Traumata, sei es durch persönliche Erfahrungen oder über Generationen hinweg weitergegeben, können die Entstehung von Gewalt beeinflussen. Menschen, die tiefe emotionale Verletzungen erlebt haben, können Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle angemessen zu regulieren, was zu impulsivem oder aggressivem Verhalten führen kann. Ebenso können erbliche Faktoren bestimmte Veranlagungen zu aggressivem Verhalten beeinflussen. Ein Verständnis für diese Faktoren ist wichtig, um individuelle Unterstützung und präventive Maßnahmen zu entwickeln.</p>
<p><strong>Konkurrenz zwischen Männern und das Bedürfnis, sich zu behaupten: </strong>Die soziale Konstruktion von Männlichkeit kann zu einem erhöhten Druck führen, sich zu behaupten und Stärke zu zeigen. In vielen Kulturen wird von Männern erwartet, dass sie in bestimmten Situationen dominieren und ihre Überlegenheit beweisen. Dies kann zu gewalttätigem Verhalten führen, insbesondere wenn Männer das Gefühl haben, ihre Ehre oder ihren Status verteidigen zu müssen. Ein Beispiel hierfür sind Auseinandersetzungen aufgrund von Ehrverletzungen oder dem Wettbewerb um Ressourcen.</p>
<p>Lösungsansatz für die Konkurrenz zwischen Männern: Um dieser spezifischen Ursache von Gewalt entgegenzuwirken, ist es entscheidend, traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit zu überdenken und alternative Modelle zu fördern. Bildungsprogramme, die Geschlechterrollen kritisch hinterfragen und Respekt, Kooperation und emotionale Intelligenz betonen, können dazu beitragen, den Druck auf Männer zu verringern, sich gewaltsam zu behaupten. Das Schaffen von sicheren Räumen für Männer, in denen sie ihre Emotionen ausdrücken und gemeinsam Konfliktlösungsstrategien entwickeln können, kann ebenfalls dazu beitragen, gewalttätiges Verhalten zu reduzieren. Es ist wichtig, eine Kultur zu fördern, die Vielfalt und Gleichberechtigung unterstützt, um die Grundlagen für eine gewaltfreiere Gesellschaft zu schaffen.</p>
<p><strong>Gruppendynamik und Peer-Pressure: </strong>Die Dynamik innerhalb von Gruppen kann einen erheblichen Einfluss auf das individuelle Verhalten haben. Insbesondere unter Männern kann der Druck, sich in Gruppen zu beweisen und dem Konformitätsdruck nachzugeben, zu aggressivem Verhalten führen. Die Psychologie der Gruppendynamik spielt eine Schlüsselrolle in der Entstehung von Gewalt und sollte daher in Präventionsstrategien berücksichtigt werden. Ansätze, die auf das Empowerment innerhalb von Gruppen abzielen und alternative Formen der Gruppenidentität fördern, können dazu beitragen, gewalttätige Normen zu durchbrechen.</p>
<p><strong>Impulsivität und emotionale Regulation: </strong>Individuelle Unterschiede in der Impulsivität und der Fähigkeit zur emotionalen Regulation beeinflussen maßgeblich die Neigung zu gewalttätigem Verhalten. Menschen mit eingeschränkter Impulskontrolle können dazu neigen, unüberlegte Handlungen zu begehen, insbesondere in hitzigen Konfliktsituationen. Präventive Maßnahmen sollten daher auf die Förderung von Impulskontrolle und emotionaler Intelligenz abzielen, um alternative Reaktionsmuster zu entwickeln.</p>
<p><strong>Psychische Erkrankungen:</strong> Bestimmte psychische Erkrankungen können das Verhalten einer Person beeinflussen und sie anfälliger für aggressive Ausbrüche machen. Dies kann auf Unfähigkeit zur Emotionsregulation, paranoides Denken oder Halluzinationen zurückzuführen sein.</p>
<p>Die Integration von Menschen mit psychischen Erkrankungen in die Gemeinschaft und den Arbeitsplatz kann präventiv wirken. Arbeitsplätze sollten unterstützende Umgebungen schaffen, die den individuellen Bedürfnissen gerecht werden, und gleichzeitig Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen abbauen.</p>
<p><strong>Alkohol und Drogen als Entfaltungsfaktor:</strong> Der Konsum von Alkohol und Drogen kann die Hemmungen einer Person senken und ihre Impulskontrolle beeinträchtigen. Dies kann zu aggressivem Verhalten führen, da die Fähigkeit, Konflikte friedlich zu lösen, eingeschränkt ist. In manchen Fällen kann der Missbrauch von Substanzen zu einem Kreislauf von Gewalt führen, in dem Opfer selbst zu Tätern werden.</p>
<p>Die Prävention von Gewalt im Zusammenhang mit Alkohol- bzw. Drogenabhängigkeit und psychischen Erkrankungen erfordert eine kombinierte Anstrengung auf verschiedenen Ebenen. Aufklärung, frühzeitige Interventionen, Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten und die Integration der Betroffenen in die Gemeinschaft spielen dabei eine zentrale Rolle. Ein ganzheitlicher Ansatz, der individuelle, soziale und gesundheitsbezogene Faktoren berücksichtigt, ist entscheidend, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken und eine gewaltfreiere Gesellschaft zu fördern.</p>
<figure id="attachment_16793" aria-describedby="caption-attachment-16793" style="width: 1118px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-16793" title="gewalt-ursachen-prävention-faust-violence" src="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/gewalt-ursachen-praevention-faust-violence.jpg" alt="gewalt-ursachen-prävention-faust-violence" width="1118" height="741" srcset="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/gewalt-ursachen-praevention-faust-violence.jpg 1280w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/gewalt-ursachen-praevention-faust-violence-300x200.jpg 300w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/gewalt-ursachen-praevention-faust-violence-1024x678.jpg 1024w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/gewalt-ursachen-praevention-faust-violence-768x509.jpg 768w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/gewalt-ursachen-praevention-faust-violence-600x398.jpg 600w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/gewalt-ursachen-praevention-faust-violence-470x313.jpg 470w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/gewalt-ursachen-praevention-faust-violence-130x86.jpg 130w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/gewalt-ursachen-praevention-faust-violence-187x124.jpg 187w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/gewalt-ursachen-praevention-faust-violence-990x656.jpg 990w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/gewalt-ursachen-praevention-faust-violence-240x159.jpg 240w" sizes="(max-width: 1118px) 100vw, 1118px" /><figcaption id="caption-attachment-16793" class="wp-caption-text">Bild von Pete Linforth auf Pixabay</figcaption></figure>
<h2>Gewaltprävention</h2>
<p><strong>Frühe Intervention:</strong> Frühzeitige Interventionen, insbesondere in der Kindheit, sind entscheidend, um einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern zu nehmen. Programme wie Frühförderung, schulische Anti-Gewalt-Initiativen und sozial-emotionales Lernen können dazu beitragen, das Bewusstsein für gewaltfreie Lösungen zu schärfen und Konflikte auf konstruktive Weise zu bewältigen.</p>
<p><strong>Soziale Gerechtigkeit:</strong> Die Beseitigung sozialer Ungleichheit ist ein langfristiger, aber entscheidender Schritt zur Gewaltprävention. Durch die Schaffung fairer Strukturen in Bildung, Gesundheitsversorgung und Beschäftigung kann die Wurzel der Unzufriedenheit angegangen werden.</p>
<p><strong>Bildung und Bewusstseinsbildung:</strong> Die Förderung von Bildung und Bewusstsein über gewaltfreie Konfliktlösung, kulturelle Vielfalt und Empathie stärkt die Fähigkeiten der Menschen, sich konstruktiv mit Meinungsverschiedenheiten auseinanderzusetzen. Schulprogramme, die auf Toleranz und Verständnis abzielen, können langfristig zu einer friedlicheren Gesellschaft beitragen.</p>
<p><strong>Gemeinschaftsengagement:</strong> Die aktive Beteiligung der Gemeinschaft ist entscheidend. Gemeinschaftszentren, Bürgerinitiativen und lokale Organisationen können dazu beitragen, soziale Bindungen zu stärken und ein Umfeld zu schaffen, das gewalttätiges Verhalten entmutigt.</p>
<p><strong>Selbstverteidigungsmaßnahmen fördern</strong>: Selbstverteidigungsmaßnahmen spielen eine entscheidende Rolle in der Gewaltprävention, indem sie Individuen befähigen, sich selbst vor potenziellen Bedrohungen zu schützen. Durch das Erlernen von <a href="https://www.securityszene.de/selbstverteidigung/" target="_blank" rel="noopener" title="Selbstverteidigungstechniken">Selbstverteidigungstechniken</a> gewinnen Menschen nicht nur physische Fähigkeiten, sondern auch ein gesteigertes Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Diese psychologischen Aspekte können dazu beitragen, potenzielle Opfer als weniger anfällig für Angriffe zu machen. Darüber hinaus schärfen Selbstverteidigungskurse das Bewusstsein für die Umgebung und fördern präventive Maßnahmen wie situative Aufmerksamkeit und Risikoeinschätzung. Insgesamt tragen Selbstverteidigungsmaßnahmen und <a href="https://www.securityszene.de/selbstverteidigungsmittel/" target="_blank" rel="noopener" title="Mittel zur Selbstverteidigung">Mittel zur Selbstverteidigung</a> dazu bei, ein sichereres Umfeld zu schaffen, indem sie Menschen befähigen, proaktiv auf mögliche Gefahren zu reagieren und ihre persönliche Sicherheit zu gewährleisten.</p>
<h3><strong>Staatliche Maßnahmen</strong></h3>
<p><strong>Rechtsprechung und Strafverfolgung: </strong>Effektive Gesetze, die Gewaltverbrechen angemessen ahnden, und deren konsequente Durchsetzung sind unabdingbar. Die Strafverfolgung sendet eine klare Botschaft, dass gewalttätiges Verhalten nicht toleriert wird.</p>
<p><strong>Psychosoziale Unterstützung:</strong> Die Bereitstellung von psychosozialer Unterstützung für Opfer und Täter ist wichtig, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen. Opfer von Gewalt benötigen Unterstützung bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erfahrungen, während Täter die Möglichkeit zur Rehabilitation haben sollten.</p>
<p><strong>Prävention durch Aufklärung:</strong> Präventive Maßnahmen sollten auf umfassender Aufklärung über die Zusammenhänge zwischen Alkohol-/Drogenkonsum und Gewalt basieren. Bildungskampagnen können nicht nur die gesundheitlichen Risiken, sondern auch die sozialen Auswirkungen hervorheben, um das Bewusstsein für die Risiken zu schärfen.</p>
<p><strong>Zwischenfazit</strong></p>
<p>Die Bewältigung von Gewalt erfordert ein umfassendes, koordiniertes Vorgehen auf individueller, gemeinschaftlicher und staatlicher Ebene. Durch die Identifizierung und Ansprache von Ursachen sowie die Implementierung präventiver Maßnahmen, einschließlich der Berücksichtigung emotionaler Wunden und erblicher Faktoren, können Gesellschaften eine sicherere und friedlichere Zukunft schaffen. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, aktiv zur Förderung einer Kultur des Respekts und der Gewaltlosigkeit beizutragen.</p>
<h3><strong>Wissenschaftliche Ansätze zur Gewaltprävention</strong></h3>
<p><strong>Psychologische Interventionen:</strong> Psychotherapeutische Ansätze, insbesondere solche, die auf kognitiv-verhaltenstherapeutischen Grundlagen beruhen, können dazu beitragen, individuelle Faktoren zu identifizieren und zu behandeln, die zu gewalttätigem Verhalten beitragen. Programme zur Förderung sozialer Kompetenzen, Emotionsregulation und Konfliktlösungsfähigkeiten können wirksam sein, insbesondere wenn sie in Schulen und Gemeinschaftszentren implementiert werden.</p>
<p><strong>Gemeinschaftsorientierte Programme:</strong> Die Integration von Gemeinschaften in Präventionsstrategien ist von zentraler Bedeutung. Gemeinschaftsorientierte Programme, die auf die Stärkung sozialer Bindungen und die Schaffung sicherer Umgebungen abzielen, können das Gefühl der Zugehörigkeit und gegenseitigen Respekts fördern. Hierbei ist die Einbeziehung von lokalen Führungspersönlichkeiten und Einrichtungen wie religiösen Institutionen von Vorteil, um Veränderungen auf Gemeinschaftsebene zu bewirken.</p>
<h3>Psychologische Resilienz und Empowerment</h3>
<p><strong>Förderung von Resilienz:</strong> Die Stärkung psychologischer Resilienz, also der Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen zu bewältigen, kann als präventive Maßnahme dienen. Programme, die auf die Förderung von Selbstwirksamkeit und positiver Bewältigung von Stress abzielen, können dazu beitragen, dass Menschen besser mit Konflikten umgehen und weniger wahrscheinlich zu Gewalt neigen.</p>
<p><strong>Empowerment und Partizipation:</strong> Empowerment, das Gefühl von Selbstbestimmung und Befähigung, spielt eine zentrale Rolle bei der Gewaltprävention. Menschen, die sich in ihrer Gemeinschaft gehört und unterstützt fühlen, sind weniger anfällig für gewalttätiges Verhalten. Die aktive Partizipation von Einzelpersonen in Entscheidungsprozessen, insbesondere in Bezug auf ihre eigenen Lebensumstände, fördert Empowerment und kann die Wurzeln von Gewalt effektiv angehen.</p>
<p><strong>Psychosoziale Unterstützung und Therapie:</strong> Die Bereitstellung von psychosozialer Unterstützung und Therapie ist entscheidend. Frühzeitige Interventionen, psychologische Beratung und der Zugang zu therapeutischen Ressourcen können Menschen mit psychischen Erkrankungen helfen, effektiver mit Stress und Konflikten umzugehen, was die Wahrscheinlichkeit von gewalttätigem Verhalten reduziert.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Eine umfassende Gewaltprävention erfordert nicht nur die Identifizierung und Ansprache von individuellen, sozialen und kulturellen Ursachen, sondern auch die Integration wissenschaftlich fundierter psychologischer Ansätze. Durch die Berücksichtigung von Gruppendynamik, Impulsivität, psychotherapeutischen Interventionen, Gemeinschaftsorientierung sowie psychologischer Resilienz und Empowerment können präventive Maßnahmen effektiver gestaltet werden. Ein ganzheitlicher Ansatz, der individuelle, soziale und psychologische Aspekte gleichermaßen adressiert, ist entscheidend, um eine nachhaltige Veränderung und eine gewaltfreiere Gesellschaft zu fördern.</p>
<p><em>Titel-Bild von Iván Tamás auf Pixabay</em></p>
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		<title>G-20-Gipfel: Hamburger Polizei setzt private Security ein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gonev]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 May 2017 10:18:13 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sicherheitsdienste und Polizei arbeiten Hand in Hand Die Polizei Hamburg will die Sicherheitsmaßnahmen für den kommenden G-20-Gipfel teilweise in die Hände privater Sicherheitsleute legen. In einem „Mischkonzept“ soll das Personal aus dem Bewachungsgewerbe gemeinsam mit Streifenbeamten die Liegenschaften der Polizei schützen, während der externe Objektschutz, also die Sicherheit der eigentlichen Veranstaltungsorte weiter in polizeilicher Hand [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Sicherheitsdienste und Polizei arbeiten Hand in Hand</h2>
<p>Die Polizei Hamburg will die Sicherheitsmaßnahmen für den kommenden G-20-Gipfel teilweise in die Hände privater Sicherheitsleute legen. In einem „Mischkonzept“ soll das Personal aus dem Bewachungsgewerbe gemeinsam mit Streifenbeamten die Liegenschaften der Polizei schützen, während der externe Objektschutz, also die Sicherheit der eigentlichen Veranstaltungsorte weiter in polizeilicher Hand bleibt. Die bis zu 90 freien Stellen können jedoch bislang nicht alle besetzt werden; noch vorige Woche sollen erst sieben Sicherheitsleute eingesetzt worden sein. Das liegt einerseits an den besonderen Sicherheitsanforderungen, die für die besondere Aufgabe gestellt werden. Andererseits dauert die Sicherheitsüberprüfung der Bewerber, die bislang alle aus der <strong>Sicherheitsfirma Power</strong> stammen, länger als geplant. Obwohl der Einstellungsprozess sich seitdem laut dem Polizeisprecher beschleunigt hat, ist offen, ob der Personalmangel bis zum G-20-Gipfel Anfang Juli behoben werden kann.</p>
<p>Die Personalsuche auf dem freien Markt ist als temporäre Lösung bis nach dem Gipfeltreffen gedacht, zu dem Bundeskanzlerin Merkel Vertreter der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer geladen hat. Denn die städtischen Sicherheitsmaßnahmen wurden seit den Brandanschlägen auf Polizeifahrzeuge durch militante G-20-Gipfelgegner erheblich erhöht. Die Streifenfrequenz auf dem Gelände von Polizeiliegenschaften wie dem Polizeipräsidium und dem Alsterdorfer Quartier der Bereitschaftspolizei wurde erhöht; seit Anfang April werden diese Bereiche auch mit Natodraht abgeschirmt. Zugleich zeigt die Polizei verstärkt an Rathaus, Elbphilharmonie und den Messehallen Präsenz.</p>
<h3>Personalmangel wird durch Sicherheitspersonal aufgefangen</h3>
<p>Der intensive Objektschutz übersteigt die Personalressourcen der Hamburger Polizeikommissariate. Zwar wurde die Bereitschaftspolizei in größerer Menge herangezogen. Selbst Beamte aus spezialisierten Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten konnten auf Streife in den Schutzzonen gesichtet werden. Doch die eingesetzten Beamten fehlen dann bei ihren anderen Aufgaben. Joachim Lenders, Landeschef der DPolG (Deutsche Polizeigewerkschaft) spricht gegenüber der „Welt“ von einer „überaus belastenden“ Situation. Die Polizeiführung habe zwar eine Hundertschaft pro Tag angefordert, die aus anderen Bundesländern abgestellt werden soll. Doch die Zusagen bleiben aus, denn während der Maifeiertage herrscht in Polizeikreisen personalintensive Hochsaison. Lenders Aufforderung an Polizeiführung und Innensenator Andy Grote (von der SPD), weiter an der Möglichkeit auswärtiger Verstärkung zu arbeiten, wurde bislang nicht nachgekommen. Deshalb erhofft die Polizei sich durch die Einbindung privater Sicherheitsleute eine „spürbare Entlastung“. Die Beamten sollen sich ihren eigentlichen Aufgaben widmen können. Und ohnehin: „Wir wollen wieder flexibler werden“, sagt Lenders.</p>
<h3>Es sei mit Tausenden gewaltbereiten Protestierenden aus dem Linken Lager zu rechnen</h3>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-7169" src="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/speakers-2135823_640-150x150.png" alt="megaphone" width="150" height="150" srcset="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/speakers-2135823_640-150x150.png 150w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/speakers-2135823_640-65x65.png 65w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Das Landeskriminalamt (LKA) soll für Anfang Juni bis zu 8000 militante G-20-Gegner erwarten. Diese Schätzung bestätigte die Polizei gegenüber der „Welt“. Somit verdoppelt sich die Prognose der zu erwartenden gewaltbereiten Linksextremen gegenüber der Schätzung, die der Staatsschutz noch vor einem Monat anstellte. Der Grund für die dramatische Korrektur liege in den zahlreichen Stimmen, die bereits jetzt gegen den G-20-Gipfel mobilmachen. Sie stammen hauptsächlich aus dem Ausland. Aus Schweden und den anderen skandinavischen Ländern, Italien und den Niederlanden haben bereits gewaltbreite Gruppierungen ihren Besuch angekündigt. Sie wollen nicht nur am Abend vor dem Gipfel demonstrieren, sondern planen auch am zweiten Gipfeltag eine Großdemo, zu der bis zu 100.000 Teilnehmer erscheinen könnten. Polizeisprecher Timo Zill sagt zwar, die Polizei sei von der Ankündigung nicht überrascht. Man erwarte den Andrang gelassen und werde das <a href="https://www.securityszene.de/gewalt-in-der-gesellschaft-ursachen-und-praevention/" target="_blank" rel="noopener" title="gewaltbereite Klientel">gewaltbereite Klientel</a> mithilfe auswärtiger Polizeikräfte unter Kontrolle halten. Dennoch verschärft dies die Debatte, um das Thema Sicherheit.</p>
<p>Bilder:</p>
<ul>
<li>Pixabay | Fotograf: Hans</li>
<li>Pixabay | Fotograf: wewahn</li>
</ul>
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		<title>Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2016 und was diese für Sicherheitsunternehmen bedeutet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gonev]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2017 18:54:12 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsbranche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PKS liefert interessante Daten für Sicherheitsdienste Die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2016 wurde letzte Woche veröffentlicht und diese bringt wie immer einige interessante Fakten ans Tageslicht. Wir möchten an dieser Stelle auf einige der Daten aus der PKS 2016 und auf deren Relevanz für Sicherheitsdienstleister eingehen. PKS 2016 in Bildern Wohnungseinbrüche Obwohl die Zahl der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>PKS liefert interessante Daten für Sicherheitsdienste</h2>
<p>Die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2016 wurde letzte Woche veröffentlicht und diese bringt wie immer einige interessante Fakten ans Tageslicht. Wir möchten an dieser Stelle auf einige der Daten aus der PKS 2016 und auf deren Relevanz für Sicherheitsdienstleister eingehen.</p>
<h2>PKS 2016 in Bildern</h2>

<a class="herald-popup" title="pks2016_berlin"  href='https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_berlin.png'><img loading="lazy" decoding="async" width="470" height="313" src="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_berlin-470x313.png" class="attachment-herald-lay-c1 size-herald-lay-c1" alt="" srcset="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_berlin-470x313.png 470w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_berlin-300x200.png 300w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_berlin-414x276.png 414w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_berlin-640x426.png 640w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_berlin-130x86.png 130w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_berlin-187x124.png 187w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_berlin-272x182.png 272w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /></a>
<a class="herald-popup" title="pks2016_diebstahl"  href='https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_diebstahl.png'><img loading="lazy" decoding="async" width="470" height="313" src="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_diebstahl-470x313.png" class="attachment-herald-lay-c1 size-herald-lay-c1" alt="" srcset="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_diebstahl-470x313.png 470w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_diebstahl-300x200.png 300w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_diebstahl-414x276.png 414w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_diebstahl-640x426.png 640w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_diebstahl-130x86.png 130w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_diebstahl-187x124.png 187w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_diebstahl-272x182.png 272w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /></a>
<a class="herald-popup" title="pks2016_gewalt"  href='https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_gewalt.png'><img loading="lazy" decoding="async" width="470" height="313" src="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_gewalt-470x313.png" class="attachment-herald-lay-c1 size-herald-lay-c1" alt="" srcset="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_gewalt-470x313.png 470w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_gewalt-300x200.png 300w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_gewalt-414x276.png 414w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_gewalt-640x426.png 640w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_gewalt-130x86.png 130w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_gewalt-187x124.png 187w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_gewalt-272x182.png 272w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /></a>
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<a class="herald-popup" title="pks2016_Drogen2"  href='https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_Drogen2.png'><img loading="lazy" decoding="async" width="470" height="313" src="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_Drogen2-470x313.png" class="attachment-herald-lay-c1 size-herald-lay-c1" alt="" srcset="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_Drogen2-470x313.png 470w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_Drogen2-300x200.png 300w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_Drogen2-414x276.png 414w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_Drogen2-640x426.png 640w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_Drogen2-130x86.png 130w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_Drogen2-187x124.png 187w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/pks2016_Drogen2-272x182.png 272w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /></a>

<h3>Wohnungseinbrüche</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-6491 alignleft" src="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/alarmanlage-einbrecher-300x200.jpg" alt="Alarmanlage Einbrecher" width="300" height="200" srcset="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/alarmanlage-einbrecher-300x200.jpg 300w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/alarmanlage-einbrecher-768x513.jpg 768w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/alarmanlage-einbrecher-600x401.jpg 600w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/alarmanlage-einbrecher-414x276.jpg 414w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/alarmanlage-einbrecher-470x313.jpg 470w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/alarmanlage-einbrecher-640x426.jpg 640w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/alarmanlage-einbrecher-130x86.jpg 130w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/alarmanlage-einbrecher-187x124.jpg 187w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/alarmanlage-einbrecher.jpg 948w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Obwohl die Zahl der Wohnungseinbrüche um ganze 9,5 % gesunken ist, ist die Aufklärungsquote  bei Wohnungseinbrüchen mit 14,6% immer noch extrem niedrig. Trotz des Rückgangs steht immer noch die astronomische Zahl von 151 265 Einbrüchen im Raum. Wegen der niedrigen Aufklärungsquote und der immer noch sehr <a href="https://www.securityszene.de/wachsende-kriminalitaetsrate-einbrueche-deutschland/" title="hohen Anzahl an Einbrüchen">hohen Anzahl an Einbrüchen</a> (+ unbekannt hohe Dunkelziffer), ist davon auszugehen, dass dieser Markt für viele Sicherheitsdienstleister weiterhin sehr lukrativ ist. Neben den immer beliebter werdenden Einsätzen durch Sicherheitsmitarbeiter, die in bestimmten Stadtteilen regelmäßig patrouillieren, ist weiterhin ein sehr hoher Bedarf nach technischen Lösungen und Beratungen vorhanden.</p>
<h3>Ladendiebstahl / Taschendiebstahl</h3>
<p>Ein wichtiger Bereich für viele Sicherheitsunternehmen ist die Überwachung von Einkaufspassagen und Einkaufszentren und die Verhinderung von Ladendiebstahl. Die Ladendiebstähle gingen aufgrund höherer Investitionen der Läden in Personal und Technik in 2016 leicht zurück (-3,3%). Aber auch hier gibt es noch viel zu tun. Insgesamt gab es in diesem Bereich <strong>378 448</strong> registrierte Straftaten, dazu kommt auch hier eine unbekannte Dunkelziffer.</p>
<p>Die meisten Ladendiebstähle geschahen in Berlin, mit <strong>31.455</strong> Fällen. Ladenbesitzer können sich also weiterhin nicht darauf verlassen, ganz ohne Vorkehrungen sicher zu sein und sollten weiterhin auf die fachliche Unterstützung qualifizierter Sicherheitsdienstleister zurück greifen. Sei es um technisch Vorkehrungen zu treffen (Videoüberwachung, Gates am Eingang, etc), oder um mit Sicherheitspersonal Präsenz zu zeigen.</p>
<h3>Gewalt und Waffenbesitz</h3>
<p>Selten haben es Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes mit den freundlichsten Menschen zu tun, umso beunruhigender ist es, dass die <a href="https://www.securityszene.de/gewalt-in-der-gesellschaft-ursachen-und-praevention/" target="_blank" rel="noopener" title="Gewaltbereitschaft offenbar stark gestiegen">Gewaltbereitschaft offenbar stark gestiegen</a> ist. In 2016 gab es insgesamt ganze 6,7 % Gewaltstraftaten mehr, insgesamt <strong>193 542</strong> Fälle. Alleine die Anzahl der registrierten gefährlichen und schweren Körperverletzungen ist um fast 10 % gestiegen. Umso beunruhigender ist es, dass auch die Verstöße gegen das Waffengesetz um ganze 14,8 % gestiegen sind. (<a href="https://www.securityszene.de/zahl-der-buerger-mit-schusswaffen-enorm-gestiegen/" title="Deutschland rüstet auf"><i>Deutschland rüstet auf</i></a>).</p>
<p>An dieser Stelle sollten sich die Sicherheitsunternehmer ihrer Verantwortung gegenüber bewusst sein. Es geht um die Gesundheit oder sogar teilweise das Leben ihrer Mitarbeiter und Kollegen. Es sollte auf keinen Fall an Weiterbildungen und Trainingsmöglichkeiten gespart werden. Jede Investition in Training, Präventions- und Deeskalationsweiterbildung zahlt sich aus.</p>
<h3>Rauschgift / Drogen</h3>
<p>Auch Drogendelikte sind für Sicherheitsdienstleister relevant. So ist es die Aufgabe der Sicherheitsdienste den Konsum und den Handel in Clubs, Discos, auf Musikveranstaltungen und vielen anderen Orten zu unterbinden und der Polizei zu melden. Hinzu kommt, dass Gäste, die Drogen konsumiert haben, oft sehr unberechenbar und aggressiv sind. Die Zahl der Drogendelikte verzeichnet in 2016, trotz besserer Aufklärung, einen starken Anstieg von <strong>über 7 %</strong>. Daher ist auch hier mehr Vorsicht und verstärkter Fokus seitens der Mitarbeiter geboten.</p>
<h3>Ausländerrechtliche Verstöße</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-6971 alignleft" src="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim-300x200.jpg" alt="Flüchtlingsunterkunft" width="300" height="200" srcset="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim-300x200.jpg 300w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim-414x276.jpg 414w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim-130x86.jpg 130w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim-187x124.jpg 187w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim-272x182.jpg 272w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim.jpg 424w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Auch die Zahl der ausländerrechtlichen Verstöße, besonders “unerlaubte Einreise” (illegale Grenzübertritte, meistens Flüchtlinge/Asylbewerber) sind in 2016 <strong>um ganze 61,4 %</strong> gestiegen. In diesem Bereich wird den Sicherheitsdiensten immer noch extrem viel abverlangt. So sind die Sicherheitsdienste nicht nur unterstützend in den Erstaufnahmeeinrichtungen tätig, auch in regulären Heimen werden immer mehr Sicherheitsunternehmen eingesetzt. Das bedeutet auch, dass die Sicherheitsdienste weiterhin mit erhöhter Nachfrage aus diesem Bereich rechnen dürfen. Eine Investition in geeignete Mitarbeiter und deren Weiterbildung sollte sich also für die Unternehmen auszahlen.</p>
<p><em>Weiterführender Artikel:</em> <a href="https://www.securityszene.de/bayern-private-sicherheitsfirmen-bald-auch-in-fluechtlingsunterkuenften/" title="Bayern: Private Sicherheitsfirmen bald auch in Flüchtlingsunterkünften"><em>Bayern: Private Sicherheitsfirmen bald auch in Flüchtlingsunterkünften</em></a></p>
<h2>Kriminalität vor allem in den Städten</h2>
<p>Überall dort wo viele Menschen aufeinandertreffen ist das Konfliktpotenzial erhöht. Dies bestätigt auch wieder einmal die Kriminalstatistik. Obwohl nur 31,6% der Bevölkerung in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern leben, finden doch 47,7% der Straftaten in diesen Ballungszentren statt. Speziell Drogendelikte und Straßenkriminalität verbuchen hier ein Hoch.</p>
<p>Auf dem Papier gibt es dieses Jahr eine Überraschung. Denn nicht wie erwartet Berlin, sondern die kleine Stadt Trier sichert sich den ungewollten Titel der “unsichersten Stadt Deutschlands”. Mit 16.232 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Für diese Goldmedaille sind aber nicht die Bürger verantwortlich, sondern die Bürokratie. Schaut man näher auf die Rahmenbedingungen, so fällt auf, dass Trier die einzige Asylanlaufstelle in ganz Rheinland-Pfalz war. Da Asylsuchende kein Visum beantragen, verstoßen sie aber in der Regel gegen das Aufenthalts-,Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz. Allein 9.090 Straftaten, also 49% der gesamten Straftaten in Trier, begründen sich auf diesen Umstand.</p>
<p>Berlin bleibt also weiterhin die “wahre Hochburg der Kriminalität” in Deutschland. Ebenfall in den Top 3 gelandet sind nach dem Ausschluss von Trier: Leipzig (15.811) und Hannover (15.764). Auch in puncto Schusswaffenverbrechen setzt Berlin mit über 320 Fällen eine hohe Messlatte. Dazu kommt eine sehr geringe Aufklärungsquote von 42%, die niedrigste aller Großstädte.</p>
<h2>Zusammenfassung PKS 2016</h2>
<p>Wie viele Medaillen hat auch diese, vor allem für Sicherheitsunternehmer, zwei Seiten. Einerseits steigen durch die vermehrten Straftaten und höhere Gewaltbereitschaft die Anforderungen an das Personal. Andererseits ist davon auszugehen, dass die Geschäfte der Sicherheitsdienstleister weiterhin florieren werden, sogar stärker als in den Vergangenheit</p>
<p><em>Weiterführender Artikel: <a href="https://www.securityszene.de/40-prozent-umsatzwachstum-sicherheitsbranche/" title="40% mehr Umsatz im Sicherheitssektor">40% mehr Umsatz im Sicherheitssektor</a></em>.</p>
<p>So ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Mitarbeiter in der Branche weiter steigen wird und auch einige neue Firmen den Markt betreten werden. Hier sollte auch der Gesetzgeber stärker kontrollieren und schwarze Schafe schnell aus dem Verkehr ziehen, damit der Ruf der Branche nicht weiter beschädigt wird. Bestehende Unternehmen sollten sich weiter professionalisieren um auch in diesen Zeiten einen Mehrwert den Kunden gegenüber bringen zu können.</p>
<p> </p>
<p>Bildnachweis:</p>
<ul>
<li>pixabay | Fotograf: Hans</li>
<li>Photodune |Fotograf: AndreyPopov</li>
<li>fotolia| Fotograf: ArTo</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.securityszene.de/polizeiliche-kriminalstatistik-pks-2016/">Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2016 und was diese für Sicherheitsunternehmen bedeutet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.securityszene.de">Securityszene.de</a>.</p>
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		<title>Sicherheitsdienste immer häufiger in Krankenhäusern beauftragt</title>
		<link>https://www.securityszene.de/mehr_auftraege_sicherheitsdienste_krankenhaeuser/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gonev]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Apr 2017 11:16:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Übergriffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Randale und Beleidigungen Der Schutz vor Übergriffen und Gewalt ist schon in vielen öffentlichen Institutionen keine Seltenheit mehr und davon profitiert vor allem der private Sicherheitssektor. Schutz wird überall dort benötigt, wo viele Menschen auf engem Raum aufeinandertreffen. Geht man nach dieser Definition, so passen auch Krankenhäuser in dieses Spektrum, was viele Zwischenfälle bestätigen. So wurden [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.securityszene.de/mehr_auftraege_sicherheitsdienste_krankenhaeuser/">Sicherheitsdienste immer häufiger in Krankenhäusern beauftragt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.securityszene.de">Securityszene.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Randale und Beleidigungen</h2>
<p>Der Schutz vor <a href="https://www.securityszene.de/gewalt-in-der-gesellschaft-ursachen-und-praevention/" target="_blank" rel="noopener" title="Übergriffen und Gewalt">Übergriffen und Gewalt</a> ist schon in vielen öffentlichen Institutionen keine Seltenheit mehr und davon profitiert vor allem der private Sicherheitssektor. Schutz wird überall dort benötigt, wo viele Menschen auf engem Raum aufeinandertreffen. Geht man nach dieser Definition, so passen auch Krankenhäuser in dieses Spektrum, was viele Zwischenfälle bestätigen.</p>
<p>So wurden erst vergangene Woche Pfleger und Ärzte eines Krankenhauses in Lörrach Opfer von Randale und Beleidigungen. Weil er offenbar zu betrunken war, um der Geburt seines Kindes beizuwohnen und ihm daraufhin der Zugang zum Kreißsaal verwehrt wurde, fing ein Mann an das Personal zu beschimpfen und das Interieur zu beschädigen. Ein Eingriff der Polizei verhinderte schlimmeres.</p>
<h2>Zahl der Übergriffe nimmt zu</h2>
<p>Offenbar sind Vorfälle dieser Art nicht so selten wie vorerst angenommen, denn eine jüngst durchgeführte Risikoanalyse des Diakoniekrankenhauses in Karlsruhe ergab eine erschreckende Statistik. 166 Fälle von körperlicher Gewalt gab es alleine im letzten Jahr. In 42 davon sind Mitarbeiter verletzt worden. Geht man nur nach einem aggressiven Verhalten, so gab es 970 Zwischenfälle.</p>
<p>Auch wenn diese Zahlen vorerst sehr hoch erscheinen, so sei doch laut Michael Wünning, Sprecher der leitenden Ärzte der zentralen Notaufnahmen in Hamburg, der Großteil aller Patienten sehr kooperativ. Ursachen für diese Übergriffe sind vor allem in einer Informationsdifferenz zu finden. So verstehen manche Patienten die deutsche Sprache nicht sehr gut, andere kennen das Hausarztsystem nicht, wieder andere schätzen ihre Symptome einfach nur falsch ein und befinden ihren Fall für dringlicher als er tatsächlich ist. All dies führt zu Frustration und in extremen Fällen zu Aggression.</p>
<h2>Als Reaktion: Mehr Sicherheitspersonal</h2>
<p>Zwar waren Übergriffe gegen medizinisches Personal schon immer ein Problem, doch in letzter Zeit seien diese häufiger und brutaler geworden. Gerade die Bundesärztekammer fordert mehr Schutz für Personal. Speziell die Überlastung von Notaufnahmen nimmt eine tragende Rolle ein. Für eine schnellere Behandlung wird diese nun immer öfter konsultiert, auch wenn kein Notfall vorliegt. Patienten müssen sich deswegen auf teils immense Wartezeiten (bis zu 7h) einrichten. Nicht für jedermann leicht zu verkraften.</p>
<p>Die Folge all dieser Probleme: Mehr Budget für Sicherheit in Krankenhäusern. Immer mehr Kliniken lassen einen Wachschutz für einzelne Stationen (sog. “Brennpunkte” wie Psychatrie, Intensivstation, Notaufnahme, etc.) aufstellen und bieten für das medizinische Personal Deeskalationstrainings an. Einen wichtigen Punkt nennt Michael Wünning noch einmal ganz zum Schluss:</p>
<blockquote><p>“Man kann aggressiven Patienten nicht einfach einen Hausverweis erteilen, wir haben ja schließlich einen Versorgungsauftrag.”</p></blockquote>
<p><em>Quellen:</em></p>
<ul>
<li>http://m.morgenpost.de/vermischtes/article210213847/Immer-mehr-Gewalt-in-Kliniken-Wachleute-schuetzen-Aerzte.html</li>
<li>http://m.morgenpost.de/vermischtes/article208648693/Wenn-Patienten-in-der-Notaufnahme-poebeln-und-pruegeln.html</li>
</ul>
<p>Bilder:</p>
<ul>
<li>Pixabay | Urheber: Hans</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Bayern: Private Sicherheitsfirmen bald auch in Flüchtlingsunterkünften</title>
		<link>https://www.securityszene.de/bayern-private-sicherheitsfirmen-bald-auch-in-fluechtlingsunterkuenften/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gonev]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Feb 2017 21:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsbranche]]></category>
		<category><![CDATA[Asylunterkünfte]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Private Sicherheitsfirmen bald auch in Asylunterkünften Bei der bayrischen Kabinettssitzung am 07. Februar 2017 wurde beschlossen, das zukünftig, neben der Polizei, auch private Sicherheitsunternehmen für Sicherheit in deutschen Asylunterkünften sorgen sollen. Bisher konsultierte man die Firmen ausschließlich bei der Sicherung für die Erstaufnahmeeinrichtungen. „Nur bei Objekten mit entsprechendem Handlungsbedarf“ Die Erwartungshaltung von Sozialministerin Emilia Müller ist [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Private Sicherheitsfirmen bald auch in Asylunterkünften</h3>
<p>Bei der bayrischen Kabinettssitzung am 07. Februar 2017 wurde beschlossen, das zukünftig, neben der Polizei, auch private Sicherheitsunternehmen für Sicherheit in deutschen Asylunterkünften sorgen sollen. Bisher konsultierte man die Firmen ausschließlich bei der Sicherung für die Erstaufnahmeeinrichtungen.</p>
<h3>„Nur bei Objekten mit entsprechendem Handlungsbedarf“</h3>
<p>Die Erwartungshaltung von Sozialministerin Emilia Müller ist eindeutig:</p>
<blockquote><p>„Wir erwarten, dass Menschen, die bei uns Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, friedlich miteinander unter einem Dach leben können. Allerdings haben wir auch Einrichtungen, in denen es beispielsweise aufgrund der unterschiedlichen Nationalitäten der Bewohner vermehrt zu Problemen kommt. Hier müssen wir handeln.“</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6971 size-full alignleft" src="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim.jpg" alt="Flüchtlingsunterkunft" width="424" height="283" srcset="https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim.jpg 424w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim-300x200.jpg 300w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim-414x276.jpg 414w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim-130x86.jpg 130w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim-187x124.jpg 187w, https://www.securityszene.de/wp-content/uploads/asylheim-272x182.jpg 272w" sizes="auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px" />Polizeieinsätze aus der Vergangenheit bestätigen diese Aussage. Jedoch geht es grundsätzlich auch um die äußere Sicherheit der Heime, die in der Vergangenheit oft Ziele von politisch orientierten Angriffen waren.</p>
<p>Der erste Schritt ist eine Beurteilung aller Unterkünfte in Bezug auf Größe, Belegung, Lage und Sozialbetreuung. Sollte diese Beurteilung auf einen erhöhten Sicherheitsbedarf hinweisen, so sollen private Sicherheitsfirmen zu Rate gezogen werden.</p>
<p>Eine enge Zusammenarbeit mit Polizei, Verwaltung und lokalen Hilfsorganisationen wird hierbei vom Kabinett angestrebt. Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, <a href="https://www.securityszene.de/gewalt-in-der-gesellschaft-ursachen-und-praevention/" target="_blank" rel="noopener" title="gewaltsame Konflikte">gewaltsame Konflikte</a> noch vor der Entstehung durch eine mögliche Früherkennung und Präsenz von Sicherheitskräften zu verhindern.</p>
<p style="text-align: left;">Dass ausgerechnet Bayern diese Maßnahme zuerst ergreift ist nicht verwunderlich. Als südlichstes Bundesland hatte man in Bayern 2016 stark mit den, über die Balkanroute zugewanderten, Asylbewerbermassen zu kämpfen. Trotzdem ist Bayern mit nur etwa 4000 Erstanträgen (im Zeitraum Januar-Februar diesen Jahres) weit hinter dem Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen mit über 9000*.</p>
<h3>Höhere Ansprüche</h3>
<p>Dass der Beruf in einer Flüchtlingsunterkunft anspruchsvoll ist, zeigen die mahnenden Worte der BDSW-Sprecherin Silke Wollmann:</p>
<blockquote><p>„Wenn Sie in einer Flüchtlingsunterkunft tätig sind, dann müssen Sie mit den Menschen umgehen können und nicht irgendwo eine Tür auf und zu machen oder eine Ausweiskontrolle beim Einlass durchführen.”</p></blockquote>
<p>Die Politik muss also genug Kapital für qualifiziertes Personal bereitstellen, um die optimale Betreuung der gefährdeten Einrichtungen zu gewährleisten.<br>
Die <a href="https://www.securityszene.de/sicherheitsbranche/sicherheitsunternehmen-gruenden/gesetzliche-vorraussetzungen/" target="_blank" rel="noopener" title="Sicherheitsunternehmen">Sicherheitsunternehmen</a> in Bayern können sich also auf einen wachsenden Markt freuen.</p>
<p>Quelle: http://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-7-februar-2017/?seite=1579<br>
Bildnachweis: @fotolia, 104998456 | Fotograf: ArTo</p>
<p>*Zahlen entnommen aus Publikation “Aktuelle Zahlen zu Asyl – Februar 2017” des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Seite 7.</p>
<p> </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.securityszene.de/bayern-private-sicherheitsfirmen-bald-auch-in-fluechtlingsunterkuenften/">Bayern: Private Sicherheitsfirmen bald auch in Flüchtlingsunterkünften</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.securityszene.de">Securityszene.de</a>.</p>
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		<title>Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 (PKS)</title>
		<link>https://www.securityszene.de/polizeiliche-kriminalstatistik-2015/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gonev]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jun 2016 18:07:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalstatistik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PKS 2015 – Gewichtung verschiebt sich von Gewalt zu Diebstahl Die Polizeiliche Kriminalstatistik, umgangssprachlich als PKS abgekürzt, wird seit Anfang der 1950er Jahre im Jahresrhythmus vom BKA, dem Bundeskriminalamt erstellt und herausgegeben. In dieser Statistik werden sämtliche angezeigten Straftaten erfasst und nach unterschiedlichen Kriterien ausgewertet. Ziel und Zweck der PKS ist eine Aussagefähigkeit über Tatumstände, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.securityszene.de/polizeiliche-kriminalstatistik-2015/">Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 (PKS)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.securityszene.de">Securityszene.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>PKS 2015 – Gewichtung verschiebt sich von Gewalt zu Diebstahl</h2>
<p>Die Polizeiliche Kriminalstatistik, umgangssprachlich als PKS abgekürzt, wird seit Anfang der 1950er Jahre im Jahresrhythmus vom BKA, dem Bundeskriminalamt erstellt und herausgegeben. In dieser Statistik werden sämtliche angezeigten Straftaten erfasst und nach unterschiedlichen Kriterien ausgewertet. Ziel und Zweck der PKS ist eine Aussagefähigkeit über Tatumstände, Tatverdächtige, Tatopfer sowie entstandene Schäden. Vorgestellt wird die PKS als eine bundesweite Statistik vom Bundesinnenminister zusammen mit dem jeweiligen Vorsitzenden der Innenministerkonferenz. Darüber hinaus wertet jedes Bundesland die PKS für sich selbst aus und nimmt eine eigene, individuelle Bewertung der PKS auf Landesebene vor. Die 2015er PKS ist in die wesentlichen Bereiche</p>
<ul>
<li>Tötungsdelikte</li>
<li>Sexualstraftaten</li>
<li>Politisch motivierte Taten</li>
<li>Rohheitsdelikte</li>
<li>Diebstahl</li>
<li>Einbruch</li>
</ul>
<p>gegliedert. Die PKS gilt als eine Ausgangsstatistik. Die von der Schutz- sowie der Kriminalpolizei erfassten und bearbeiteten Straftaten werden erst dann in die Polizeiliche Kriminalstatistik aufgenommen, wenn sie an die Staatsanwaltschaft zur dortigen Weiterbearbeitung abgegeben werden.</p>
<p> </p>
<h2>Trend verstärkt sich von schweren hin zu leichteren Straftaten</h2>
<p>Jede Statistik ist mehr oder weniger ein Spiel mit Zahlen und Vergleichen. Das interessiert eher diejenigen, die mit der PKS arbeiten oder die von den Straftaten betroffen sind, als den Bürger auf der Straße. Der beurteilt die Straftaten nach seinem subjektiven Empfinden sowie anhand der durchgängigen Presseberichterstattung in Fernsehen, Rundfunk, Internet und sozialen Medien. Nach Erscheinen der 2015er Polizeilichen Kriminalstatistik haben der Bundesinnenminister sowie die Innenminister der Länder durchaus Grund und Anlass dazu, anhand der Zahlen, Daten und Fakten so manches richtig zu stellen.</p>
<p>Als insgesamt <strong>positiv wird es gesehen, dass die Summe der erfassten Straftaten im Berichtszeitraum 2015 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben ist.</strong> Innerhalb der verschiedenen Delikte sind jedoch<strong> deutliche Verschiebungen</strong> sichtbar. Die Zahl der sogenannten schweren Straftaten wie Tötungs-, Sexual- und Rohheitsdelikte hat sich nicht erhöht, sondern ist im Gegenteil insgesamt leicht gesunken. Damit hat sich die statistische <strong>Aufklärungsquote gleichzeitig verbessert.</strong> Unter diesen Rubriken werden Mord, Totschlag, Körperverletzung, Raub, Bedrohung, körperliche und sexuelle Nötigung sowie Vergewaltigung subsummiert. Die dafür vorgesehenen und auch tatsächlich verhängten Strafen sind ganz offensichtlich wirksam bis hin zu abschreckend.</p>
<p> </p>
<h2>Diebstahl, Einbruch und Einbruchdiebstahl mit deutlichem Anstieg</h2>
<p>Delikte wie Taschen- und Ladendiebstähle oder Wohnungseinbrüche sind sowohl zahlenmäßig als auch statistisch gebietsweise drastisch gestiegen. Im Verhältnis dazu hat die Aufklärungsquote einen geradezu ernüchternden Tiefstand erreicht. Das liegt weniger an der Polizei als vielmehr in der Systematik von Straftaten. Viele Straftatbestände können den Tätern nicht zugeordnet oder ihnen nicht nachgewiesen werden. Die OK, organisierte Kriminalität mit ausländischen Gruppen und Diebesbanden hat regional und saisonal stark zugenommen. Trotz computergestützten Ermittlungen sind die Wege von der örtlichen Polizeidienststelle bis hin zum Bundeskriminalamt, von der Schutz- über die Kriminalpolizei bis hin zum Spezialeinsatzkommando SEK umständlich, hierarchisch und langwierig. Wie es heißt, sind die Einbrecher und Diebe bis dahin längst über alle Berge. Diese Situation betrifft den Einzelnen vor Ort. Sie sorgt für großes Unbehagen, für Unsicherheit und für ein schwindendes Vertrauen in die Fähigkeit des Staates, seine Bürger schützen zu können.</p>
<p> </p>
<h2>Politisch motivierte Taten</h2>
<p>Die PKS gliedert diese Straftatbestände in diejenigen von Linken und von Rechten. Während im linken politischen Spektrum die Zahl der Straftaten insgesamt zurückgegangen ist, hat sie im rechten politischen Spektrum mit Rechtsradikalen und Rechtsextremen prozentual im Vergleich zur 2014er PKS stark zugenommen. Maßgeblicher Anlass dafür ist die hohe Zahl an Flüchtlingen, die im Laufe des Jahres 2015 legal und illegal nach Deutschland eingereist sind.</p>
<p> </p>
<h3>Zusammenfassend lässt sich feststellen…</h3>
<p>…dass die PKS 2016 keine wesentliche Besserung erwarten lässt. Die Situation wird sich kaum zum Positiven hin ändern, sondern sich in den meisten Bereichen eher noch deutlich verschärfen. Aufklärung und Strafverfolgung können mit Art und Zahl der Straftaten nicht mithalten, Unbehagen und Unwohlgefühl der Bürger werden sich noch deutlich verstärken.</p>
<p> </p>
<p><a href="https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2015/pks2015_node.html" title="Die komplette polizeiliche Kriminalstatistik 2015 finden Sie hier.">Die komplette polizeiliche Kriminalstatistik 2015 finden Sie hier.</a></p>
<p> </p>
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		<title>Selbstverteidigungskurse &#8211; Nutzen und Grenzen realistisch betrachtet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gonev]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 08:18:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[selbstverteidigungskurse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Großes Angebot und es ist immer noch nicht genug Viele Menschen sehen sich derzeit nach Selbstverteidigungsseminaren um. Dazu gehören insbesondere immer mehr junge Frauen. Der Trend ist mittlerweile bei den Anbietern angekommen. Aufgrund der steigenden Nachfrage setzen Betreiber von Kampfkunst- und Selbstverteidigungssystemen auf regelmäßig stattfindende Seminare am Wochenende. Aber auch klassische Kampfsportgruppen in Vereinen werben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Großes Angebot und es ist immer noch nicht genug</h2>
<p>Viele Menschen sehen sich derzeit nach Selbstverteidigungsseminaren um. Dazu gehören insbesondere immer mehr junge Frauen. Der Trend ist mittlerweile bei den Anbietern angekommen. Aufgrund der steigenden Nachfrage setzen Betreiber von Kampfkunst- und Selbstverteidigungssystemen auf regelmäßig stattfindende Seminare am Wochenende. Aber auch klassische Kampfsportgruppen in Vereinen werben über digitale Medien für Selbstverteidigungskurse, in denen Teile ihres Systems selbstverteidigungsbezogen vermittelt werden soll.<br>
Ist ein Angebot online, ist es oft bereits nach wenigen Tagen ausgebucht. Anbieter von Krav Maga Systemen, einem Selbstverteidigungssystem das aus dem israelischen Militär stammt, berichten sogar davon, dass sämtliche Kurse für Monate ausgebucht seien und dies immer noch nicht genüge.</p>
<p> </p>
<h2>Nicht nur Angst bewegt den Einzelnen zu einem Selbstverteidigungskurs</h2>
<p>Um diesen Trend zu erklären, ist eine Betrachtung der Diskussion rund um die Ereignisse des vergangenen Silvesterabends unerlässlich. Niemand möchte Opfer werden, insbesondere nicht Frauen. Dabei existiert <a href="https://www.securityszene.de/gewalt-in-der-gesellschaft-ursachen-und-praevention/" target="_blank" rel="noopener" title="Gewaltkriminalität in der Gesellschaft">Gewaltkriminalität in der Gesellschaft</a> nicht erst seit Silvester 2015. Es ist vielmehr der Einschlag dieses Ereignisses und seine Wirkung auf die Gesellschaft. Andererseits ergibt sich eine gewisse Strömung auch aus den sozialen Netzwerken, die auch von Verbänden von Selbstverteidigungssystemen und Kampfkunstverbänden fleißig zur Werbung genutzt werden. Es ist bedeutend einfacher geworden, eine Vielzahl an potenziellen Kunden anzusprechen. Befragt man heute Schüler in den Verbänden und Vereinen, so bejahen viele, dass sie mit einem Seminar angefangen haben und dann dabei geblieben sind. Dies geschieht aus verschiedenen Gründen. Neben dem Selbstverteidigungsgedanken spielen auch Stressabbau, Selbstdisziplin und allgemeine Sympathie für das Erlernen einer Kampfkunst eine Rolle.</p>
<p> </p>
<h2><strong>Lohnt sich ein Selbstverteidigungskurs?</strong></h2>
<p>Ob sich ein Kurs lohnt, hängt zum einen von den eigenen Erwartungen und zum anderen davon ab, an welche Menschen man herankommt.<br>
Bedenkt man die Tatsache, dass die meisten Seminare ein- oder maximal zweitägig sind, so dürfte klar sein, dass diese Zeit nicht ausreicht, um kämpfen zu lernen. Viel mehr ist das als “Appetizer” anzusehen. Der potenzielle Schüler soll erkennen können, dass er durch das Erlernen einer Kampfkunst oder eines SV-Systems seiner persönlichen Sicherheit viel gutes tun kann. Das Erlernen einer Kampfkunst oder eines solchen Systems ist immer eine Investition in sich selbst. Selbstverteidigung ist nicht nur das Beherrschen von Abwehr- und Folgetechniken mit dem Trainings- oder Sparringspartner. Auch ein wuchtig ausgeführter Fußtritt gegen eine Pratze darf nicht überbewertet werden. Der Mensch als Kämpfer, Selbstverteidiger oder auch als Helfer in der Not braucht Zeit, um solche Fähigkeiten zu entwickeln. Dies ist nur über regelmäßiges und realistisches Training möglich.<br>
Neben den eigenen Erwartungen ist auch entscheidend, was einem versprochen wird. Hier kommt es darauf an, wer hinter so einem Seminar steckt. Mit welchen Werbeaussagen wirbt der Anbieter? Welche Versprechungen werden gemacht? Unseriöse Anbieter gibt es in diesem Feld genauso wie woanders auch. Wer Interessenten vermittelt, sie könnten sich nach einem Kurs gut verteidigen oder ähnliches, sind nicht zu empfehlen. In diesem Zusammenhang lohnt sich auch der Blick auf den Preis. Renommierte Anbieter und Schulen stellen den Kurs in der Ausschreibung vor und teilen mit, wie dieser im Einzelnen aufgebaut ist. Geht es hier nur um ein Sammelsurium von Techniken? Bauen die Techniken aufeinander auf? Wird auch auf sonstige Aspekte zur Selbstverteidigung hingewiesen?<br>
Im Zweifel bei den Ausschreibern anrufen und versuchen einiges zu erfragen. Diese Vorgehensweise erspart einem Enttäuschungen und verhindert Ernüchterungserscheinungen nach einem qualitativ minderwertigen Seminar.</p>
<p> </p>
<h3>Wie finde ich meinen Kurs?</h3>
<p>Interessenten kommen meist generell auf das Thema Selbstverteidigung zu sprechen oder hören von bestimmten Kursen in Ihrer Gegend. Bei sportlichen Betätigungen empfiehlt sich ein Kurs bei einem heimatnahen Dienstleister oder Verein. Bei speziellem Interesse kann auch ein regionaler Betreiber in Frage kommen. Die beste Recherchemöglichkeit ist das Internet. Suchbegriffe wie “Selbstverteidigung” und der eigene Wohnort bringen meist schon gute Ergebnisse.<br>
Eintägige Kurse liegen in aller Regel auf einem Preisniveau zwischen 69,- EUR und 100,- EUR. Mehrtägige oder Wochenendkurse sind meist teurer und belaufen sich im Durchschnitt auf zwischen 250,- EUR und 300,- EUR.<br>
Es gibt Kurse zu allen möglichen Themen. Meist wird ganz allgemein ein Angebot an Techniken und Verhaltensweisen zur Selbstverteidigung in verschiedenen Szenarien vermittelt. Andere Kurse haben rein spezielle Themengebiete, wie beispielsweise Bodenkampf oder Befreiungen aus Würge- und Fesselgriffen. Wiederum andere bauen Selbstverteidigung mit Hilfe von Alltagsgegenständen wie Schal und Kugelschreiber mit ein. Im quantitativen Sektor ist eine gewisse Marktsättigung erreicht.</p>
<p> </p>
<h3>Selbstverteidigung beginnt im Kopf</h3>
<p>Machen Sie einen Test und beobachten Sie einmal Menschen, die am Bahnsteig auf die U-Bahn warten. Sie werden rasch merken, dass manche nicht frontal zum Bahnsteig stehen sondern seitlich. Der Grund kann darin liegen, dass viele für sich ein Sicherheitssystem leben. Sie möchten sehen können, was hinter ihnen stattfindet. Jeder kennt die Berichte von Personen die hinterrücks vor die Bahn gestoßen wurden, aus welchem Grund auch immer. Denken Sie an Frauen, die auf dem Weg zum Auto ihre Schlüssel oder auch einen “Palmstick” in der Hand halten und ihr Parkverhalten auf kurze Wege ausgelegt haben. Kindern und Jugendlichen bringt man bei, Wege nach Hause oder beim abendlichen Ausgang in Gruppen zurück zu legen. All diese Verhaltensweisen sind ein fester Bestandteil der Selbstverteidigung.<br>
Bei der Selbstverteidigung geht es nicht nur um das Beherrschen einer Kampfkunst. Dies kann auch immer nur die Ultima Ratio sein, wenn man in eine üble Situation gerät. Selbst dann ist das keine Garantie für eine erfolgreiche Verteidigung. Es gibt mehrfach graduierte Schwarzgurtträger, technisch hoch austrainiert, die aufgrund eines Schrecks oder Schocks in solchen Situation nicht funktioniert haben.</p>
<p><strong>Selbstverteidigung beginnt im Kopf. Sie beginnt, wenn das eigene Denken und Verhalten angepasst wird.</strong></p>
<p>In unserem Glossar finden Sie ausführliche Informationen rund um die bekanntesten und effektivsten <a href="https://www.securityszene.de/selbstverteidigungsmittel/" title="Selbstverteidigungsmittel">Selbstverteidigungsmittel</a>.</p>
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		<title>Zahl der Bürger mit Schusswaffen enorm gestiegen</title>
		<link>https://www.securityszene.de/zahl-der-buerger-mit-schusswaffen-enorm-gestiegen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gonev]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Feb 2016 19:55:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Waffen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aufgrund der massiven Ängste vor gewaltsamen Übergriffen, Terror oder auch Wohnungseinbrüchen ist die Zahl der Deutschen, die sich eine Schusswaffe angeschafft haben schon jetzt enorm angestiegen. Noch deutlicher sind die Anstiege allerdings im Bereich der freiverkäuflichen Waffen zu erkennen. Schon jetzt sind die Verkäufe von Gas Sprays und Pfefferspray im Vergleich zum Vorjahr doppelt so [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund der massiven Ängste vor <a href="https://www.securityszene.de/gewalt-in-der-gesellschaft-ursachen-und-praevention/" target="_blank" rel="noopener" title="gewaltsamen Übergriffen">gewaltsamen Übergriffen</a>, Terror oder auch Wohnungseinbrüchen ist die Zahl der Deutschen, die sich eine Schusswaffe angeschafft haben schon jetzt enorm angestiegen. Noch deutlicher sind die Anstiege allerdings im Bereich der freiverkäuflichen Waffen zu erkennen. Schon jetzt sind die Verkäufe von Gas Sprays und Pfefferspray im Vergleich zum Vorjahr doppelt so hoch. Als Ursache dafür sehen Experten ein massives Gefühl der Unsicherheit.</p>
<p>Daten des Bundesverwaltungsamtes, welches für die Erteilung von Genehmigungen von Schusswaffen zuständig ist, zeigen zudem auf, dass die Anzahl von Waffen im Besitz von privaten Personen und Vereinen sich massiv gesteigert hat. Im Bereich der Waffen ist der Anstieg um fast 300.000 auf 5,79 Millionen zu verzeichnen. Und nicht nur die Anzahl der Waffen die im Umlauf ist, ist gestiegen, auch die Anzahl der Besitzer ist enorm angestiegen. Hier geht es um 140.000 auf 1,54 Millionen, also auch nicht gerade eine geringe Menge.</p>
<p>Alleine das Bundesland Sachsen spricht hier schon eine ganz deutliche Sprache. Hierzu äußerte sich das Innenministerium von Sachsen nach einer Landtagsanfrage der Partei die Grünen, dass die Zahl der Personen die eine waffenrechtliche Erlaubnis besitzen um 3000 auf 37.579 gestiegen ist.</p>
<p>Der Innenpolitische Sprecher der Grünen, Valentin Lippmann, äußerte sich zu diesem Sachverhalt so, dass vor allem der Zugang zu Waffen über entsprechende Schießsportvereine sehr stark zugenommen habe. Es seien ihm zufolge dieses Jahr mehr Anmeldungen zur entsprechenden Prüfung der Sachkunde eingegangen, als in den vier Jahren zuvor zusammen. Eine Zunahme, welche er als bedenklich einstuft, weshalb er auch fordert diesem Run auf Waffen einen Riegel vorzuschieben.</p>
<p>Schon seit Wochen haben die Mitarbeiter in Geschäften die freiverkäufliche Waffen wie Pfefferspray, Elektroschocker und derlei mehr verkaufen enorm viel zu tun. Teilweise ist die Nachfrage in diesem Bereich so groß geworden, das der Einzelhandel diese gar nicht mehr abdecken kann.</p>
<p> </p>
<h2>Waffenscheine aller Art – auch was genehmigt werden muss hat Nachfrage</h2>
<p>Gestiegen ist die Nachfrage auch im Bereich der Waffen, die genehmigt werden müssen. Unterschieden werden muss hier zwischen Waffenschein, Waffenbesitzkarte und kleinem Waffenschein, wobei es teilweise deutliche Unterschiede gibt, die man kennen muss. Wer im Besitz eines Waffenscheines ist, der ist auch berechtigt in der Öffentlichkeit eine geladene Schusswaffe an seinem Körper zu tragen. Dieses Recht erhält in der Regel nur eine sehr kleine Personengruppe, beispielsweise Angestellte der Polizei oder Personen die im Sicherheitsgewerbe tätig sind. Die Waffenbesitzkarte hingegen erlaubt den Besitz einer Schusswaffe, ebenso wie den Erwerb. Sie berechtigt allerdings nicht zum Mitführen der Waffe in der Öffentlichkeit. Wann und wie sie transportiert werden darf, beispielsweise zu sportlichen Veranstaltungen, ist genau geregelt. Hierzu muss die Waffe beispielsweise unter Verschluss in einem Koffer sein und die Munition muss getrennt davon aufbewahrt werden. Die Waffenbesitzkarte ist wesentlich leichter zugänglich als ein Waffenschein. Sie haben vor allem Sportschützen, Jäger oder aber Waffensammler. Der kleine Waffenschein berechtigt seinen Besitzer eine Schreckschusswaffe oder eine Gaspistole mitzuführen. Auch hier ist die persönliche Eignung notwendig, es muss aber kein Sachkundenachweis erbracht werden.<br>
Ohne irgendeine Erlaubnis kann man sich frei verkäufliche Waffen wie Gasspray oder Pfefferspray anschaffen. Diese findet man inzwischen auch nicht mehr nur im Fachhandel, sondern sogar in Baumärkten.</p>
<p> </p>
<h2>Boom von freiverkäuflichen Waffen</h2>
<p>Der Handel mit frei verkäuflichen Waffen boomt aktuell mehr als je zuvor. Zahlen belegen, dass sich die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt haben und schon jetzt sind Einzelhandel und Großhandel kaum noch in der Lage der enormen Nachfrage auch wirklich gerecht zu werden. Die hessische Firma KH Security hat laut eigenen Angaben hierzu bisher fünf mal mehr zu tun als in den Jahren davor. Für eine Firma die bereits seit 25 Jahren in Sachen Einbruchsschutz und Selbstschutz aktiv ist, sind das deutliche Angaben. Hier boomt nicht nur der Verkauf von Methoden zum Selbstschutz. Auch Wohnungssicherung, <a href="https://www.securityszene.de/sicherheitslexikon/alarmanlage/" title="Alarmanlagen">Alarmanlagen</a> und Co werden derzeit nachgefragt wie selten zuvor. Der bisher Umsatzstärkste Monat war laut Angaben des Unternehmens der September. Das ist wohl besonders außergewöhnlich, da regulär die Nachfrage meistens erst in den dunklen Monaten des Jahres ansteigt.</p>
<p> </p>
<h2>Neben <a href="https://www.securityszene.de/selbstverteidigungsmittel/pfefferspray/" title="Pfeffersprays ">Pfeffersprays </a>und Co sind die folgenden Waffen frei verkäuflich:</h2>
<ul>
<li><a href="https://www.securityszene.de/selbstverteidigungsmittel/schreckschusspistole/" title="Schreckschusswaffen">Schreckschusswaffen</a>,</li>
<li><a href="https://www.securityszene.de/selbstverteidigungsmittel/baseballschlaeger/" title="Baseballschläger">Baseballschläger</a>,</li>
<li>Schleudern,</li>
<li><a href="https://www.securityszene.de/selbstverteidigungsmittel/elektroschocker/" title="Elektroschocker">Elektroschocker</a>,</li>
<li>Gamo Luftgewehr und</li>
<li>Gletscher Luftpistolen</li>
</ul>
<p>Insbesondere Pfefferspray, aber auch Schreckschusspistolen und Gasrevolver sind sehr gefragt. Für letztere braucht man lediglich einen kleinen Waffenschein.</p>
<p><em>Eine Liste mit frei verkäuflichen Selbstverteidigungsmitteln finden sie unter folgenden Link: <a href="https://www.securityszene.de/selbstverteidigungsmittel/" title="Übersicht Selbstverteidigungsmittel">Übersicht Selbstverteidigungsmittel</a></em></p>
<h2>Kritische Stimmen der Polizei – wehren kann zum Täter machen</h2>
<p>Die Gewerkschaft der Polizei und Sicherheitsbeauftragte warnen vor der zunehmenden Selbstbewaffnung, aus verschiedenen Gründen. Zum einen kann man, wenn man sich zur Wehr setzt auch schnell vom Opfer zum Täter werden. Pfefferspray zum Beispiel darf per Gesetz nur gegen angreifende Tiere, nicht aber gegen Menschen gerichtet werden. Etwas anders ist die Sachlage bei <a href="https://www.securityszene.de/selbstverteidigungsmittel/cs-gas/" target="_blank" rel="noopener" title="CS Gas">CS Gas</a>. Hier ist der Einsatz zur Verteidigung gegen Menschen erlaubt, jedoch muss man mindestens 14 sein um dieses nutzen zu dürfen. Dennoch warnt die Polizei: wer eine Waffe bei sich trägt läuft auch Gefahr, dass diese gegen einen selbst gerichtet werden kann. Gerade wer eigentlich keine Erfahrung mit Verteidigung hat findet sich schnell in einer noch hilfloseren Situation wieder.</p>
<p>Auch den Nutzen von Schreckschuss und <a href="https://www.securityszene.de/selbstverteidigungsmittel/schreckschusspistole/" target="_blank" rel="noopener" title="Gaspistolen">Gaspistolen</a> bezweifelt die Polizei. Sprechern zufolge kann das Benutzen einer solchen Waffe im Ernstfall dazu führen, das man selbst unter Beschuss gerät, insbesondere da die Täter nicht sofort erkennen können, das es sich nicht um eine scharfe Waffe handelt. Selbst agieren sie aber unter Umständen mit scharfer Munition. Und auch bei Polizeikontrollen kann man als Besitzer einer Schreckschusswaffe zumindest in schwierige Situationen gelangen, da auch die Beamten erst prüfen müssen, ob es sich um eine scharfe Waffe handelt oder nicht.<br>
<!--h4 class="yt watch-title-container"&gt;<span id="eow-title" class="watch-title " dir="ltr" title="Entwaffnen einer Schusswaffe in der Selbstverteidigung"><strong>Hier lernen Sie ein paar M&ouml;glichkeiten kennen wie Sie einen Angreifer mit Schusswaffe in der Selbstverteidigung entwaffnen k&ouml;nnen.</strong>
</span>

https://www.youtube.com/watch?v=_4l70P8vglM--></p>
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